Angeschaut: R.E.D.

Auf der Suche nach leichter Feierabend- Unterhaltung fiel uns unlängst R.E.D. vom Grabbeltisch in den Einkaufskorb und er hat gar nicht so lange warten müssen um angesehen zu werden.

 

Auch wenn vielleicht bei erstem hinsehen neben Bruce Willis noch Morgan Freeman auf dem Cover aufgefallen ist, hat sich der Streifen als außerordentlich gut besetzt heraus gestellt und entsprechend ist auch das Ergebnis.

Meine Frau mag ja nun einmal Action mit Bruce Willis.

Aber der restliche Cast ist dann doch auch ausgesprochen beeindruckend. Es geht um zur Ruhe gesetzte Agenten, deren irgendwie doch auch belastete Vergangenheit scheinbar irgendwem im Weg steht. Der nicht vollständige dilettantische Versuch dieses Risiko grundsätzlich auszuschließen scheitert und setzt natürlich entsprechende Überlebensinstinkte frei. Dann agieren neben Bruce Willis -als zunächst einmal bedrohter ExAgent- mit:

  • Morgan Freeman als ExAgent
  • Hellen Mirren als ExAgentin mit einer bezaubernden Art als Killerin
  • John Malcovitch als ExAgent
  • Ernest Borgninge als Bibliothekar
  • Richard Dreyfuss als korrupter Wirtschaftsboss
  • Brian Cox als ExAgent

wirklich diverse Granden des Gewerbes toll nebeneinander. Es scheint als hätten sie wirklich viel Spaß beim Dreh gehabt und sich gegenseitig beflügelt. Auch die Nachwuchs- Mimen, insbesondere Marie-Louise Parker und Karl Urban durften sich selbst in dieser Atmosphäre übertreffen.

Insbesondere Helen Mirren mit ihrem verschmitzten Schulter- zuckenden Lächeln als Spezialistin für Wet- Work ist der absolute “Oberknaller” – das pure Vergnügen ihr bei der Arbeit zu zu sehen. John Malcovich ist eben John Malcovich und bietet sich als durchgeknallter paranoider Mann fürs Grobe eigentlich auch ausgesprochen an. Ich will nicht zu viel spoilen.

Das alles resultiert in einer Action geladenen Comic Verfilmung, welche die allermeisten anderen Vertreter dieses Genres weit übertrifft. Zahlreiche Action Szenen folgen vielen verschiedenen Konzepten und bieten sehr abwechslungsreiches Spektakel.

Das Setting der im kalten Krieg  vernetzten Rentner eröffnet völlig neue Möglichkeiten in einer doch ganz anders strukturierten Welt der Agenten. Die Konfrontation zwischen klassischer und moderner Arbeitsweise spitzt sich elegant zu. Dabei vermittelt der Streifen trotz der Dramatik, dem irgendwie enthaltenen Generationenkonflikt und der strammen Action, trotz allem, dass er sich nicht zu ernst nimmt. Und auch die romantische Komponente wirkt nicht all zu aufgezwungen – oft verdirbt diese ja einen Action Film ;).

Alles in allem ausgesprochen unterhaltsames Popcorn Kino mit einem heute nicht mehr oft erreichten Level an Perfektionismus. Aus meiner Sicht ein absoluter Top Titel – wenn man so etwas mag … klar.

kyp.F.

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