TourTipp Mont Saint Michelle

Vielleicht ist es ein TourTipp, vielleicht ist es keiner, das mag an den persönlichen Präferenzen hängen. Fakt ist Zeit Lebens wollte ich den Mont Saint Michelle besuchen und habe dieses im Sommer auch getan.

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Anbei einige Eindrücke.

Alles in allem ist die berühmte Abtei durchaus zu Recht Welt- Kultur- Erbe und zu sicher eines der monumentalsten Projekte seiner Zeit. Gläubig oder nicht, man kann von diesem Ort nur beeindruckt sein.

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Architektonisch ist die Abtei sicher in vielerlei Hinsicht eine Meisterleistung und in ihren verschiedenen Bauphasen auch ausgesprochen Stil- prägend in der Romanik und Gotik und mit entsprechender Geduld, kann man sich in der Nachsaison durchaus von den monströsen Gewölben beeindrucken lassen.

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Die Säulen, die das Hauptschiff der Abtei tragen, jedenfalls denjenigen Teil, der nicht auf solidem Fels ruht, haben mich allein zu tiefst beeindruckt. Die Fangmauern auf der Nordseite, welche das Gewicht der mehreren Stockwerken übereinander aufgetürmten großen Hallen tragen müssen, sind beinahe noch imposanter.

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Auch der Kreuzgang braucht, insbesondere hinsichtlich seines Alters, kaum einen Vergleich zu scheuen. Die Säulen sind tausend Jahre alt und meist noch recht gut in Form. Vielleicht hat mich hier schon der ein oder andere Laubengang mehr erfreut, aber ich glaube es ist fair hier auch beeindruckt zu sein 😉

Alles in allem wirkt der Mont Saint Michelle dabei wie eine Mischung aus Minas Tirith und der Drosselgasse. Ist man einmal in der Abtei und an der Stelle an der es wirklich Eintritt kostet, geht es mit dem Andrang. Dabei waren wir in der Nachsaison vor Ort, unter der Woche.

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Grundsätzlich hätte schon die Anfahrt zu denken geben können, da man schon vor dem gleichnamigen Ort abgefangen, umgeleitet und auf eine große Parkplatz Anlage geführt wird. Dort findet sich dann zügig ein Informationszentrum sehr modernen Zuschnitts, das erahnen lässt worauf man sich einlässt. Von diesem Terminal aus fahren dann Shuttlebusse im Minutentakt.

Wir  haben uns dazu entschlossen die neue Brücke als Fußweg zu nehmen, was aber auf Grund der vielen Stechmücken durchaus als fragwürdige Idee durchgeht. Andererseits erhascht man so immer wieder neue Eindrücke und auf den drei Kilometern zur Insel, fragt man sich oft wie sich Mittelalterliche Pilger gefühlt haben mögen, die sich über Stunden, vielleicht Tage der Abtei nähern und die immer größer und monumentaler wird – ein Eindruck der sich permanent verfestigt.

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Dabei wird Schritt für Schritt klarer wie unfassbar groß die Anlage tatsächlich ist.

Kurz vor dem Stadttor trifft man wieder mit dem Haupt- Touristenstrom zusammen und darf sich durch die touristisch bestens erschlossenen Gassen den Felsen hoch drücken.

Auf die Seitengassen und Treppen zu den Wehrgängen weist nicht wirklich jemand hin, dabei könnte man dort das Gedrücke und Geschiebe gut umgehen.

Jedenfalls tummelt sich in den Gassen allerlei Volk, das die vielfältigen Restaurants, selbsternannten Museen, Mittelalter- Boutiquen und Touristen- Fallen erobert. Alte Menschen quälen sich die Rampen hoch, zwischen Kinderwägen, für die es keine einzige Abstellmöglichkeit gibt, Schulklassen mit Geländespielen und Stativen.

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Mir erschließt sich zwar nicht, wie das Betreten der Abtei nach dieser Tortour am Eintrittsgeld scheitern kann, aber der drastisch abnehmende Besucherstrom nach der Einlass- Kontrolle spricht Bände.

Es gibt alle paar Minuten Führungen, jedoch auf Französisch. Um 10:00 und um 15:00 eine auf Englisch. Wir haben hochgerechnet, an Hand der mit uns eintreffenden Asiaten, Amerikaner und anderer des Französischen nicht mächtigen Europäer müssten bei der Führung geschätzte viertausend Menschen teil nehmen. Darauf haben wir dankend verzichtet.  Die Ehrwürdigen Hallen kann man dann in Ruhe auch mit seinem Audioguide genießen. Nach der Erfahrung in Pierrefonds, haben wir jedoch gleich zur einschlägigen Literatur gegriffen.

Das Highlight zum Schluss, dank der Umbauten an den Zuläufen und der neuen Brücke ist absehbar, dass er wieder und wirklich eine Insel wird, was mich ausgesprochen freut. Vielleicht muss man die Abtei in zehn Jahren noch einmal besuchen.

Alles in allem ein beeindruckender Ausflug.

Kyp. F.

p.s.: Der Eindruck der recht Menschen- armen Bilder vorweg täuscht, für diese Aufnahmen war nicht unerheblich Geduld von Nöten.

 

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