Angezockt: Tom Clancy’s The Divison

Was ein Zock. Der Knaller. Ich bin sprachlos. Nicht dass ich nicht die ganze Prerelease Hype und social Dauerbeschallung klaglos über mich habe ergehen lassen. Alles ganz cool und eigentlich extrem vielversprechend. Und doch als The Division dann gelauncht wurde, hab ich es ein paar Tage im Regal gelassen. Die ganze mediale Überhype hat mir so ein bisschen die Motivation geraubt und da ich derzeit auch sonst eigentlich kaum Motivation zum Zocken habe kamen mir leise Zweifel ob das nicht auch wieder ein Schuss in den Ofen wird. Ein 60,- EUR Schuss …

Dann kam ein heise Artikel zu der neuen Massive Engine und was das Spiel tolles kann; und ich hab es mir dann doch kurzfristig gezogen, onlineshopping sei Dank.

Dank eines einschlägigen Studienfaches bin ich ja computergrafisch dezent vorbelastet und mich lockt ja auch nicht unbedingt gleich irgendetwas was glitzert und blinkt hinterm Ofen hervor. Ich starte The Division also mit recht verhaltenen Erwartungen und was soll ich sagen? Granatenmäßiges Feuerwerk pustet mich aus dem Sitz. Unfassbar.

Zum einen die ohnehin dichte Atmosphäre. Vorsicht Spoiler: Im verseuchten Endzeit New-York versucht man Schlimmeres zu verhindern. Das wollen andere auch … mit teilweise ganz egoistischen Definitionen von “Schlimmeres” und man bewegt sich in einer Welt im Ausnahmezustand. Der Open World Shooter ist dabei taktisch vom Feinsten, regt das Sammlerherz an, hat eine Crafting Engine, die durchaus Rollenspielverdächtig ist, ohne alles zu überfrachten.

Und die Atmosphäre wird durch einschlägige Effekte permanent verstärkt. Die Grafik läuft auch auf einer GTX960 in hohen Einstellungen für die Einschlägigen Parameter. Die Highlights in der Modellierung der Schatten und in den perspektivischen Texturen fallen zunächst gar nicht auf, da das Partikelsystem und die Beleuchtungsrechnung einen wirklich fesseln können. Nebel oder Dampf aus der Kanalisation, Schneematsch, Wasser und Eis auf den gefrierenden Straßen …. Dazu die unzähligen Lichtquellen einer Großstadt mit Blaulichtern , Alarmleuchten, Bränden. Alles in allem eine unfassbare Stimmung die da erzeugt wird. Die Reflektionen all dieser im Dunst zerfasernden Lichter in gefrorenen Pfützen sind das Beste was ich lange gesehen habe. Dagegen wirkt die Welt von Witcher und Skyrim wie künstlich aufgesetzt.

Ich bin jetzt 7 Stunden reingelaufen in die Welt von The Division und ich muss sagen, dass das seit ganz schön langer Zeit, also Mindestens seit MassEffect drei, das Beste ist, was es auf meinen Monitor geschafft hat. Die Modellierung von New York ist so detailliert und umfangreich, so fast liebevoll, trotz des vielen Unrats, dass ich fast wetten würde, dass man sich nach ausgiebigem Spiel ohne Weiteres zwischen Times Square und Hells Kitchen bewegen kann ohne irgendeine Orientierung zu verlieren.

Fazit: Hatte ich vorher Angst, dass das Spiel die hochgezogenen Erwartungen enttäuscht, bin ich jetzt so weit, dass ich die Einschlägigen Einladungen zur Rettung der Welt, als völliges Understatement ansehe.

Solltet ihr noch etwas Taschengeldbudget haben, empfehle ich auf jeden Fall The Division.

 

Kyp.F.

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