Musings on IT Businessmodels – Providing explained

Derzeit darf sich ja jeder gerne mit allgegenwärtigen Lizenznz- und Service- und Business- Modellen herum schlagen und die einschlägigen Anbieter überschlagen sich damit einem, die verschiedensten Services “einfach konsumierbar” zu machen.

Ich soll der Investitionen enrleichtert werden und leicht verständliche Servicekosten tragen und viel effizienter skalieren, in dem ich “Irgendwas from the Cloud” mache.

Zeit für eine Übersetzung: früher hat man beim Hausbau ein Fenster gekauft (die Liezenz) und gut war es. Wollte man immer schöne Aussicht haben und nicht selber putzen, dann hat man einen Fensterputzer bestellt (die Wartung) und gut ist. Fenster wird eingebaut, man guckt raus und freut sich über die Aussicht.

Ein Gedankenspiel:

Jetzt kostet ein Fenster ja ein bisschen Geld, bis es eingebaut ist und man muss sich um den Fensterputzer kümmern, die Tür aufmachen usw. … Ist also irgendwie schwierig. Jetzt bietet mir ein schlauer Fensterbauer “RaaS” – “Rausgucken as a Service” an. Ich muss mich nicht entscheiden … Die Minute rausgucken kostet 10ct und alles ist inklusive. Ich muss auch nur die Zeit zahlen in der ich raus gucke. Am Tag sind das gute 14 Stunden, die Stunde 6,- EUR, der genutzte Tag 84,- EUR … wenn ich einen Ausflug mache muss ich gar nichts zahlen – erst mal viel billiger als ein teures Fenster zu kaufen. Als ich dem Fensterputzer as erste mal die Tür auf machen muss, und auch da sein, als er auftaucht, dämmert mir, dass nicht alles so unkompliziert zu sein scheint. Das ist das berühmte klein gedruckte.

Nach ein paar Wochen dämmert mir auch dass bei 420,- EUR die Woche, das eingespaarte Geld nicht so ewig lange vor hält im Vergleich zum gekauften Fenster, aber der Vertrag ist ja jetzt nun mal für zwei Jahre unterschrieben und der Fensterbauer muss ja auch planen können – abgesehen davon muss man das Zumauern des Loches, wenn der Fensterbauer sein Fesnter abholen kommt ja auch erst mal organisieren.

Ob dieser ökonomischen Fallstricke konfrontiere ich denn auch den Fensterbauer mit dem ökonomischen Unfug der Lösung und er kommt mit der neuen Variante. Das Kostenmodell ist ja viel zu pauschal. Ich soll in Zukunft also nur noch bezahlen was ich sehe. Pro Auto das ich sehe 50 ct, pro Flugzeug 100 ct, pro Haus 500 ct – pay as you use sozuagen … Lizensiere ich also die “On Demand” Lösung pro konsumierbarer Einheit und damit das irgendwie planbar bleibt in Jaresscheiben – An einer viel befahrenen Straße in der Nähe des Flughafens ? … der geneigte Leser ahnt in welche Richtung sich das ganze entwickelt. Selbst im Grünen, ich blicke gerade auf eine vielleicht etwas rege befahrene Landstraße, hat die Verkehrszählung der Ortsgemeinde ergeben, dass täglich zweitausend Fahrzeuge den Ort passieren. Jahressumme nur für die Autos leicht jenseits 1.000,- EUR. Abgesehen davon dass natürlich die tatsächliche  Abrechnung – Identifikation jedes einzelnen Fahrzeuges und die jährliche Abgrenzung – sich gefühlt zum Alptraum entwickeln könnte. Häuser geht recht leicht, Flugzeuge ist noch schwerer und von Blümchen – um mal einen neuen agilen Servie heran zu ziehen, will ich gar nicht reden.

Nächstes Gespräch mit dem Fensterbauer. RaaS hat sich ja nur so halb bewährt, also auf zum Digitalen Geschäftsmodell; wir sehen ein dass das identifizieren von Blümchen und Autos sowieso schwierig ist und viel zu teuer. Wir einigen uns auf Mikrotransaktionen. Ich zahle 1ct einfach für jedes “Guck Ereignis” – Ich sehe ein Auto, ein Blümchen, Ein Flugzeug, ein Haus. Total einfach und transparent, skaliert hervorragend. …. wie oft ich am Tag aufschaue und des Nachbarn Haus sehe? Das überlasse ich des geneigten Leser Phantasie. Blumenwiese, jetzt im Frühjahr? Man ahnt es.

Ebenfalls ahnt man vielleicht, dass irgendwo im ganz klein gedruckten Teil des Kleingedruckten steht, der Fensterbauer hätte die Vermarktungsrechte der gesehenen Bilder, die ja natürlich vom Fenster irgendwie digital abgegriffen werden, da es ja die Billing Informationen erfassen muss und der Fensterbauer verdient sich mit meiner schönen Aussicht ein nettes Zubrot bei Getty … oder wo auch immer.

Am Ende ist ja auch egal.

Das Perfide ist, bei jeder Evolutionsstufe kriege ich ganz latent den Eindruck vermittelt, ich würde das viel bedarfsgerechter und günstiger erwerben. Würde ich nur einen Tag aus dem Fenster schauen wäre das vielleicht auch so. Vielleicht stimmen sogar die Quartalszahlen. Und ich frage mich was Menschen denken die sich vor 30 Jahren zwar teure, doch ihre eigenen Fenster in ihr Haus haben ein bauen lassen.

In diesem Sinne, denkt mal drauf rum!

Kyp.F.

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