Adieu Grün

Ein schwarzes Wochenende für grün, was ist passiert ?

Ich erspare dem geneigten Leser die Unzahl von Links zum Parteitag der Grünen, der dieses Wochenende in Berlin statt fand. Aus der Sicht eines ökologisch engagierten Bürgers war dieses Wochenende doch sehr erhellend.

Sollte ich noch Zweifel gehabt haben, so sind sie damit dokumentiert, Grün ist unwählbar geworden. Noch schlimmer, sie haben ihren Markenkern verbrannt. Im Getöse der Steuererhöhungspartei sind die letzten Reste der Umweltpolitischen Leitlinien ungehört verhallt. Man überlässt tatsächlich die Detungshoheit, ja die politische Hoheit über das Thema Umweltschutz, getreu dem Moto “Umweltschutz ist Heimatschutz” den konservativen Parteien. Eingedenk derer, die diesen Slogan ins Leben gerufen haben, gibt es da Gott sei Dank noch die CDU, die es geschafft hat rot-grün die Themen Atomausstieg, Endlagersuche und Energiewende abspenstig zu machen.

Und anstatt diesem Gespenst ein Ende zu bereiten und diese Deutungs-Hoheit vor den Themen rund um genveränderte Lebensmittel, Copyright auf Saatgut und DNA, Artensterben oder Flächenverbrauch zurück zu erobern, geht man auf Stimmenfang am äussersten Linken Rand, als gäbe es nur dort Wähler. Als wären nicht genug “grüne” Themen übrig. Wenn die Grünste Leistung aus grüner Regierungsbeteiligung Dosenpfand und Glühbirnenverbot sind, dann fange ich ernsthaft an, an meinem Engagement der letzten 25 Jahre zu Zweifeln.

Als Familie deren Gehalt laut grünem Parteiprogramm ja zwangsläufig von der Bankenrettung profitiert haben muss, kann ich hier getrost und öffentlich zu Protokoll geben, dass wir davon noch sehr weit entfernt sind. Dafür kam unlängst dir Jahresabrechnung – und siehe da, wir haben eine Abgabenlast die schon deutlich auf eine mehr als Sozialistische Staatsquote hindeutet. Umgekehrt kann ich sehr konkret über die letzten drei Jahre nachvollziehen, wie viel die kalte Progression tatsächlich gefressen hat – das wäre eine schöne Fernreise.

Die Schitzophrenie dann auch noch willkürlich die wenigen Rücklagen zur privaten Altersvorsorge, die ja auch unter grüner Agenda auf die Reise gebracht wurden, anzuzapfen – das ist schon der Gipfel der Dreistigkeit. Damit wird erfolgreich sabotiert, dass dies überhaupt funktionieren kann. Aber sei es drum, Logik war noch nie ein Markenzeichen grün-linker Staatsfinanzierung.

Noch weiter Links ist Nordkorea, wie ich finde und der linke Bauernfang deutet stark darauf hin, dass sich Leistung in diesem Land nicht mehr lohnen soll. Dass das Kartenhaus Deutschland innerhalb kürzester Zeit Zusammenbricht sollte die Abgabenlast auch bei der Mittelschicht deutlich über die 50% schnellen, das scheint sich keiner der Herrschaften Berufspolitiker ausmalen zu können. Wozu auch, sind diese doch die einzige Berufsgruppe die ohne nennenswert Rechenschaft ablegen zu müssen, ihr Gehalt deutlich nach oben korrigieren kann. Daran kommen noch nicht einmal die leidlich geächteten Vorstände, die in den Meisten Fällen jedes Jahr für ihr Tun gerade stehen müssen.

Ich hätte niemals gedacht, dass jemals “schwarz” die Farbe sein wird, die Übrig bleibt wenn mein Umwelt-Gewissen zur Wahl geht. Mit dem was ich für mich als Mitte Empfinde hat das alles jedenfalls nichts mehr zu tun – Als Realo bin ich da hoffnungslos verloren.

Kyp.F.

p.s.: Auf einen Spiegel-Artikel möchte ich die Aufmerksamkeit doch gerne lenken.

 

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