Tourtipp: Chateau du Haut-Koenigsbourg

Aus einschlägigen Gründen weilten wir einmal mehr in Freiburg und als es an den Heimweg ging, war der Spaß auf der A5 noch vor Riegel zu Ende. Wie eigentlich mittlerweile grundsätzlich, wendeten wir uns der französischen Variante zu, in Selestat auf die Autobahn zu fahren und durch das Elsaß, an Strassbourg vorbei und bei Kandel in der Pfalz auf die heimische A65. Das ist bei freien deutschen Autobahnen *räusper* nicht schneller aber in jedem Fall Nerven- schonender und … nunja mit der ersten Baustelle auf deutscher Seite eigentlich immer DIE Alternative.

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Jetzt waren wir zeitig unterwegs und Selestat, bzw. Kintzheim warten ja mit zwei allerliebsten Sehenswürdigkeiten auf, die alleine schon eine Reise lohnen. Den Montagne de Singes, eine Anlage zur Nachzucht von Berberaffen, die dann in größeren Gruppen im Atlas wieder ausgewildert werden; wir waren vor Jahren dort und hatten mit den Kindern ein Riesen- Spaß.

Und dann ist dort noch das Chateau du Haut-Koenigsburg:

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Da wir uns bisher noch nie ganz hoch auf den Berg gewagt hatten, das Wetter spannend war und wir der Fehleinschätzung aufgesessen waren, dass zwischen den Jahren ja nicht so viel los sein dürfte, haben wir kurzentschlossen den Ausflug eingeschoben und die Autobahnauffahrt rechts liegen lassen.

Die Anlage ist gewaltig und die Geschichte spannend. Auch wenn die staufische Reichsburg aus dem 12 Jahrhundert einige sehr schlechte Zeiten gesehen hat, so hat doch Wilhelm der II von Hohenzollern in seiner Kaiserzeit ein Interesse daran entwickelt die Burg wieder her zu richten.

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Die Stadt Selestat schenkte ihm die Burg (1899) und mit reichlich preussischen Steuergeldern wurde die Festung in ihre heutige wirklich ansehliche Form gebracht. Die Restauration und archäologische Aufarbeitung wurde dabei mit viel Liebe zum Detail umgesetzt, man sagt seiner Hoheit ja ein Faible für Denkmalpflege nach. Mit dem Versailer Vertrag, fielen die königlichen Besitztümer wider dem Französischen Staat zu  (1919) und der jüngste Ausflug in “deutschen Besitz” endet nach gerade einmal 20 Jahren.

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Abgesehen von der Burg selbst, belohnt auch die spektakuläre Aussicht rund um mit Schwarzwald, Rheinebene, den Vogesen, Kaiserstuhl und auch einer gehörigen Portion Alpen. Die herausragende Position, steil 750 Meter hoch aufragend direkt über zwei der seinerzeit wichtigsten Handelsrouten, schein dem Stauferherzog Friedrich sehr augenfällig gewesen zu sein und mit seinem Sohn, König Friedrich Barbarossa wurde das Anwesen schließlich auch “zur Burg der Hochkönige” – wie man den Namen unschwer deuten kann.

Alles in allem ein sehr sehr spannender Ausflug.

kyp. F.

 


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