Angezockt: Battlefield 4

Urlaub, schlechtes Wetter, irgendwie zu viele offene Baustellen – ich lasse mal Dampf ab! Und da mein Favorit ja erst 2015 released wird – X Rebirth als griff ins K.. anzusehen ist, habe ich im Grabbeltisch des Origin Online Store das end-of-year-sale-mäßig subventionierte B4 raus gelassen.

 

 

Kurz gesagt: es ist der Börner! Bisschen kurz in der Kampagne vielleicht. Ich war in zwei nicht allzu langen Abenden durch, aber ich als online- Verweigerer bin auch nicht die primäre Zielgruppe. Ansonsten …

ist der Zock einfach der Kracher. Über Spielkonzept braucht man bei einem Military- Shooter nicht viel zu posten – Soldat rennt nach vorne und schießt. Aber als erstes schlagen bei mir Techniker- Sensoren an und ich bin wirklich von den Socken. Mutet der Grafikrausch in Crysis 3 noch  etwas künstlich an, haben sich mit Frostbite 3 die Next Generation Grafikengines in B4 der Realistischen Darstellung schon extrem angenähert.

Technisch wieder alles mit dabei was dazu gehört, Bumpmapping, Alphablending, Partikelsysteme, und was alles dazu gehört. Mich persönlich hat dabei insbesondere die realistische Darstellung von Wasser – egal ob im Kanal, an feuchten Wänden, im See – wo auch immer. Such spektakuläre Atmosphäre Tags wie Nachts, mit reichlich Lightsourcing und Nebeln, Wolken und Rauch.

Alles in allem ein optisches Feuerwerk, das auf meinem Uralt Xeon mit GTX660 und 8GB Hubraum noch immer sehr beachtliche Frameraten liefert. Die Effekte soweit sie mir aufgefallen sind, sind durch die Bank gelungen und gut umgesetzt.

Gut – ein Nvidia Treiberupdate war dringend notwendig, damit mir der Zock nicht gleich abstürzt und auch danach lief er nicht unbedingt die Netto- Spielzeit durch. Aber alles in allem hielten sich die Aussetzer schwer in Grenzen.

Rein inhaltlich ist das Kampagnen- Setting irgendwo zwischen Russland und China angesetzt, den beiden einzigen verbliebenen US-Opponenten mit genug Potenz um ordentlich Gegenwind zu produzieren. Und da man vermutlich niemand verprellen möchte ist die Balance eindeutig zu lasten der Fraktion, die auf dem Nordamerikanischen Kontinent ohnehin nicht so beliebt ist. Als Alibi folgt der Plot sowieso einem marodierenden General der auf eigene Kappe agiert und so darf man ein realistisches Szenario zeitgeschichtlich nahe einbetten, ohne all zu viele Gefühle zu verletzen. Mehr will ich gar nicht spoilen.

Im Geschehen selbst finde ich sehr bemerkenswert, dass man seine Umwelt standesgemäß zerlegen kann. Alles ist irgendwie zu sprengen, aber der Stahlträger hält eben länger durch als die Ziegelwand. Das ist in zweierlei Hinsicht bereichernd: Erstens kann man sich durchaus den ein oder anderen Weg “vereinfachen” aber Zweitens kommt die geneigte Opposition auch schon mal gut an einen ran … wenn zum Beispiel der Panzer vor dem Haus dieses einfach in Schutt und Asche legt, nutzt einem die Flucht aufs Dach wenig.

Vor dem Hintergrund sind einige Settings wirklich bemerkenswert, so ein untergehender Flugzeugträger, eine Staumauer oder ein großer Flughafen.

Alles in allem tatsächlich ein Toptitel.

kyp. F.

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