Gadget: XBOX 360

Die lange überfällige Ablösung der PS2 hat statt gefunden. Nicht dass sie eingemottet wäre aber irgendwie war es an der Zeit. Zu Weihnachten gab es eine XBOX 369 und nach ein paar Tagen hier mal die Themen die mich rund um die Box beschäftigen.

Zum Einen zog natürlich das Thema Medien-PC. Als tendenziell fernsehfreier Haushalt mit Beamer, der ab dem 1.1. ohnehin vollen Beitrag zahlt – aber eben auch langsam so viele diegitale Konserven angesammelt hat, dass deren Sichtung auch im Wohnbereich Freude macht.

Zum Anderen aber auch die Tatsache dass diverse Games mittlerweile zu Ikonen der Popkultur avancieren unter anderem Halo, das ich ausgesprochen ansprechend finde. Nunja, die Dialoge der Alianz vielleicht nicht, aber lassen wir das an dieser Stelle. Die Limited Edition zu Halo4 bot sich vor diesem Hintergrund an, zumal aus dem Mediengrund ohnehin an eine Festplatte gedacht wurde, wir typischerweise auch schon mal zu viert spielen und mehrere controller brauchen … und nicht zuletzt Halo4 ohnehin auf der Wunschliste Stand.

Das Headset hat man sich dagegen schenken können.

Neben dem Package gab es gleich noch Fernbedienung, WLAN 802.11n und die Familien Mitgliedschaft im XBOX-Live Network. Die Zappe und die Clubmitgliedschaft sind dann doch zwingend, wenn man die Box für mehr als nur das Spielen verwenden möchte. Apps gibt es nur auf diesem Wege und YouTube, Zattoo usw. sind anders nicht zu kriegen. Auch das Profiling für verschiedene User ist mit Abo sinnvoll zu gestalten.

Tatsächlich finde ich die 87,-EUR p.a. den Wehrmutstropfen im Betriebskonzept als Medienterminal. Andererseits ist die Hardware ziemlich sicher subventioniert und wird darüber genauso gegenfinanziert wie ein Handy. Sei es drum.

Damit das Familienkonzept auch funktioniert noch schnell einen eMail-Verteiler eingerichtet, der unter dem Namen der Box Post entgegen nimmt und an alle Familienmitglieder verteilt – bzw. in einem vorgefertigten Verlies parkt. Ansonsten ist das Thema Accoutn und Kontakt – Passwortreset usw. für eine Familienkonsole wieder sehr personengebunden und das wäre schade.

Die Netzwerkintegration mittels WLAN war dagegen ein Kinderspiel. Scannen, 802.11n ist ja breit genug aufgestellt und findet dann auch alles was es gibt, Key eintragen und los gehts. Ratzfatz trudeln die ersten Updates ein. Die Medienanbindung mit den einschlägigen PC-Datensammlungen funktioniert nicht so ohne Weiteres und setzt einen Windows Home Media Server voraus. Schade eigentlich … aber ich werde das sicher auch bald einmal ausprobieren wollen.

Ohne diese Updates kommt tatsächlich kein Spiel mehr aus. Alleine aus diesem Grund empfielt sich mehr als die Standard 4GB Flash Memory vor zu halten und eine Box mit Platte zu haben. Mir hat alleine die PS2 ohne Platte schon kein Spaß mehr gemacht und ich habe die Klimmzüge zur Plattenintegration alle in Kauf genommen.

Fazit: Die Idee ging voll auf und die Weihnachtsfeiertage wurden schon intensiv zur Erprobung genutzt. Das Gadget ist Entertainmentmäßig ganz gnaz vorne mit dabei und ersetzt (den nicht vorhandenen) Tuner und DVD Player mal vom Fleck weg. Wenn der HDMI Bypass noch an einem kleinen TFT hängt ersetzt die Box auch noch den CD Player und hilft damit richtig aufräumen.

 

 

Testing hybird 120

Seit nunmehr vier Monaten verrichtet eine Teldat (vormals Funkwerk EC) hybird 120 ihren Dienst hier im Haus. Der offizielle Verkaufsstart wird der informierte Leser jetzt anmerken, war erst vor zwei Monaten, aber ich kam in die Verlegenheit das Geraet frueh zu testen. Da vermutlich Korrekturen in das derzeitige Image eingeflossen sind, aber noch keine Firmware zum Donwload bereit steht, kann es sein dass die vertriebenen Anlagen sich korrekter benehmen.

Sei es drum. Alles in allem konnte die hybird 120 auch schon mit der fruehen Firmware weitgehend ueberzeugen. Wieso die Einschraenkung? Nunja, letztenendes konnten alle gewuenschten Konfigurationen hinsichtlich Gruppenruf und Voicemail Funktionen tatsaechlich realisiert werden.

Allerdings ist die Architektur des Callroutings gelinde gesagt gewoehnungsbeduerftig, insbesondere wenn die Voicemailfunktion genutzt werden soll. Der Abwurf einer Gruppe auf eine Box funktioniert nicht. Daher muessen einzelne interne nummern mit Voiceboxen versehen werden. Diese Nummern werden Usern zugeordnet, die widerum ggfs. so sie denn verschiedene Endgeraete, z.B. ein Festnetanschluss und ein SIP Client auf einem Smartphone, haben eine eigene Gruppe erhalten. Eine nicht eben einfache Verschachtelung

Das Ganze waere nur halb so aergerlich, wenn nicht fuer die “Proxy-Gruppen” Ebenfalls Terminal-Lizenzen notwendig waeren. Darueber hinaus stellt sich die Frage wieso nicht eine Gruppe eine Voice-Box erhalten kann.

Der Schmerz an den beiden logischen Ungereimtheiten ist IMHO derjenige, dass das Auffinden der jeweiligen Funktionen nicht unbedingt logisch gestaltet ist. So findet sich z.B. die Einstellung fuer die internen SIP Dienste unter den Endgeraeten, waehrend unter VoIP ausschliesslich die konfiguration esterner SIP Trunks zu finden ist. Oder die tatsaechliche Einrichtung der Voice-Box ist unter Anrufweiterschaltung / Ausgehende Dienste zu finden, statt unter Anwendungen / Voice Mail oder Numerierung. In diesem Kontext gibt es noch einige weitere Ungereimtheiten.

Mir persoenlich erschliesst sich diese Logik nur zum Teil und hat wenig mit VoIP Telefonanlagen im herkoemmlichen Sinne zu tun. Ist man jedoch durchgestiegen kriegt man fuer guenstiges Geld einen recht universell einsetzbaren zuverlaessigen und performanten DSL Router, der eine super Telefonanlage abgibt. Die hybird 120 ist damit auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung.

Alle ueblichen DSL Router Features sind uebrigens analog den RS/R/RT-Serien in gewohnter Qualitaet. Die von mir getesteten Wizzards fuer die Providereinrichtung funktionieren einwandfrei und zuverlaessig. Auch IPSec und VPN sind wie bisher sauber implementiert und runden das stimmige Gesamtpaket ab.

Besonders gefreut hat mich die DBPO Implementierung, die nicht in jedem DSL-Produkt, selbst im Hochpreissegment, selbstverstaendlich ist und in meiner recht dezentralen Lage oft Router aussortiert.

Zum Test wurden uebrigens zum einen Polycom SIP-Telefone und zum anderen Android Smartphones via WLAN verwendet. Die Sprachqualitaet war in jedem Fall begeisterungswuerdig.  Auch hinsichtlich Voice-Mail.

KYP

[Update] Nach einem Update scheint die Lizenthematik signifikant besser geworden zu sein 🙂 [/Update]