Oh Tempores-Oh Mores & Die Jugend von Heute

In den Weihnachtsferien – Forum Mittelrhein in Koblenz, wir machen Pause bei Dean & David. Halbwegs gesundes Essen im Self- Service Format. Am Tisch gegenüber sitzen drei Teenager- Schnösel (Entschuldigung, das ist genau eure Außenwirkung), die es als cool ansehen nicht nur ihre Tabletts rum stehen zu lassen, sondern auch noch die ein oder andere Hinterlassenschaft – damit wer auch immer da sauber macht, bisschen was zu tun hat oder Wahlweise die nächste Stunde dort kein Gast sitzen möchte.

Ich war geneigt mich zu echauffieren.

Keine zehn Tage später. Cafe Dhein im beschaulichen Simmern. Leicht abgewandelte Szene. Die Schnösel sind jetzt entweder Mit- Fünfziger oder schon Rentner. Das Benehmen ist das Selbe. Vielleicht sollte die Generation, die sich nur all zu gerne, über die Jugend von Heute aufregt, reflektieren welches Vorbild sie zu Weilen abgibt.

Dass Selfservice Restaurants in unser aller Interesse sind, und die günstigen Preise dem selbst erbrachten Service- Anteil geschuldet sind geht in dem allgemeinen Gemaule über den Groschen der nur noch fünf Pfennige wert ist, leider unter. Dass Arbeitswilliges Service- Personal, welches diese Sauerei ohne allzu großes Jammern hinter den Herrschaften her reinigt, nur noch selten – und wenn dann im ländlichen Raum – deutscher Herkunft ist, kriegt man im Gemoser über die EU und den Aufschrei der Ost- Zuwanderung schon drei mal nicht mehr mit.

<Ironie> Ich bin schon auf die verdreckten Innenstädte gespannt, wenn wir dann endlich die Grenzen doch wieder zu haben <\Ironie>

One thought on “Oh Tempores-Oh Mores & Die Jugend von Heute

  1. ein wahres Wort gesprochen …. die Babyboomer gehen halt langsam in Rente, das ist eine Vorschau auf die Versäumnisse von Erziehung.

    “Bitte Herr, lass mich Lokalpolitiker werden, ich würde die Stadtkasse alleine durch Strafzettel für weggeworfene Zigarettenkippen (machen die Leute das daheim auch so ?!?), Hundehaufen, die nicht mitgenommen werden, Essenreste in der Bahn, usw. locker lang sanieren.”

    Wo dann auch im Arbeitsamt fähigeres Personal sitzt, wird dann auch mal ein Euro für die Verschönerung der Stadt ausgegeben – man könnte mit dem oben eingenommenen Geld wahrscheinlich Orchideen pflanzen….

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