Rein geschaut: Edge of Tomorrow

Oder “Live, Die, Repeat” – also irgendwie sowas wie “Und täglich grüßt das Murmeltier” trifft … mit Schmackes … auf “Starship Troopers” in der ungeschnittenen Verhoeven Fassung. Klasse. Und das wo ich TC ja nicht wirklich mag. Ich hab mich auch erst aufgerafft, nach dem ich in einem einschlägigen Blogg über das vergangene Kino Jahr “Edge of Tomorrow” als einen der am meisten unterschätzten Filme des letzten Jahres vorgefunden habe.

 

 

Was soll ich sagen, recht haben sie – ein verdammt guter Action Science Fiction. So einen schönen hatte ich schon lange nicht mehr.

Woran liegt’s? Zum einen spielt die wunderbare Emily Blunt mit, als eine Art Mischung aus Johanna von Orleans und  dem Terminator. Spröde, effizient, tödlich und schön … naja und irgendwo dann doch fair und nett.

Zum anderen an dem kompromisslosen Alien Konzept. Hier heißen die Bugs Mimics, sind ziemlich hektische Gesellen und haben auch echte Schwarm Allüren. Die Drohnen können sich echt gut verstecken, verschießen eine Art Lava aus ihren Polymorphen Tentakeln und sind überhaupt sehr unangenehm. Dabei ist es den Visual Effects Leuten tatsächlich gelungen doch etwas neues Alienartiges zu schaffen, auch wenn die Analogie zu den Bugs irgendwo augenfällig ist – das bezieht sich wirklich mehr auf das Insektenstaats- Wesen. Alles in allem echt cool.

Die Heinleinschen Kampfanzüge sind beinahe zeitgenössischen Exoskeletten gewichen und wenn man sich das Making off gönnt, gibt’s hier auch allerlei erhellende Kommentare dazu. Exoskelette scheinen ja der feuchte Traum jedes Roboter versessenen Militärs zu sein und so völlig an den aktuellen Entwicklungen vorbei dürfte die filmische Umsetzung nicht sein. Dabei ist auch mal wieder – erfreuliche Abwechslung – doch auch recht viel im Modell und mit richtigen Menschen und Stunts und Dreck und Schweiß gedreht worden.

Und alles in Allem geht es einmal mehr um nicht mehr oder weniger als die komplette Auslöschung der Menschheit. Da ist so viel Feuerkraft ja mal das mindeste, was die Erdallianz oder wie sie gerade heißt, auf zu bieten hat. Im Gegensatz zu vielen anderen, etwas sterilen Szenarien, findet dies hier lustiger Weise wieder im Sand der Normandie statt. So die ein oder andere Anspielung ist wirklich göttlich. Ordentliche Groundwork nach ungeschmeidigen Abwürfen. War alles irgendwie schon einmal da, aber irgendwie dann auch wieder nicht.

Alles in allem merkt man es dem Film in seiner Dichte an und ich empfand die 113 Minuten als ausgesprochen kurzweilig. Bestes Popcorn- Kino ohne all zuviel schmückenden Ballast. Ein ganz kleiner Anflug von Romantik und ein halb so happy Happyend hätte es vielleicht auch getan, aber alles in allem wirklich ein gelungener Streifen.

Toptitel. Anschauen!

Kyp.F.

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