Tourtipp: National Museum of the US Air Force

Zum zweiten mal verschlägt es mich zum National  Museum of the US Air Force auf dem Gelände der Wright-Patterson Air Force Base. Nicht ganz ohne Grund, denn dieses mal nehme ich zum Einen meinen eigenen Ratschlag ernst und habe eine vernünftige Kamera

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und genügend Zeit dabei und zum  Anderen hat die vierte Halle Mitte des Jahres eröffnet und damit der Ausbau der Ausstellung um die Presidential Gallery, die Eroberung des Weltraums und avionische Forschung.

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Mit der Wiederholung des Rundganges vom letzten Jahr gab es jetzt auch ein wenig Zeit doch gewisse Eindrücke noch einmal zu vertiefen bzw. mit dem klaren Ziel noch einmal zu fotografieren, verändert sich auch der ein oder andere Blickwinkel. Wie sehr zeigte sich vielleicht am besten im Ausstellungsteil zum Kalten krieg … mir wurde diesmal zum

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Beispiel die schiere Größe der Ausstellungshangars anhand der Tatsache bewusst, dass eine B52 hier quer eingeparkt ist. Der Flieger ist RIESIG und doch muss er nicht längs in die “Hütte”. Andere Flieger müssen das dagegen schon !

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Ich möchte nicht unbedingt alles aus meinem letzten Besuchsbericht wiederholen, aber vieles was mich seinerzeit sehr bewegt hat, hat auch beim zweiten Besuch nicht seinen Reiz verloren. Die Motoren aus der Zeit des ersten Weltkrieges, die B17, Bockscar – B29, eine Messerschmidt 163B, ein Storch (nur deswegen weil er das erste motorisierte

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Flugzeug war mit dem ich selbst abgehoben bin, die AC-130 Azrael, das Kommandomodul von Apollo 15, die Fairchild C-123 Patches, eine F16 der Thunderbirds, die ich in den 80ern in Sion sehen durfte und vieles mehr.

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Zu den letztes Jahr schon beschriebenen Highlights gesellen sich also einige weitere, ausgesprochen exotische und wirklich beeindruckende Exponate. Wirklich nachhaltig beeindruckend fand ich zuallererst einmal die Air Force One von John F. Kennedy, bzw. seinen Nachfolgern welche diese noch einmal haben umgestalten lassen. Alleine das alte Siegel des Präsidenten der Vereinigten Staaten macht Eindruck.

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Es finden sich auch einige ihrer Vorgänger, die sicher noch etwas rustikaler unterwegs waren. Diese erinnern mich eher an Nachtzüge meiner Reisen als Student. Andererseits, waren zum Zeitpunkt dieser Reisen, diese Flugzeuge schon dreißig Jahre aussortiert.

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Die Raumfahrt- Ausstellung stellt dann durchaus unmissverständlich die Verbindung zwischen amerikanischer Rüstungsforschung und den Raumfahrtprogrammen der NASA her. Die Raumfahrtbehörde hat schon sehr viel Grundlagenforschung auch für die

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militärische Nutzung betrieben und umgekehrt, hat die militärische Logistik und die schiere Masse, mit der hier agiert werden kann, den Wissenschaftlern an schwierigen Stellen den Weg geebnet. Eine Zusammenarbeit, die sich seit der Entwicklung der Atombombe scheinbar doch stark etabliert hat.

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Nichts desto trotz kommt man kaum an einem Arsenal von Minuteman und Atlas Raketen vorbei, ohne doch ein wenig Ehrfurcht vor den Leistungen oder auch Gefahren aus der Zeit des Kalten Krieges zu gewinnen.

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Was mich in den neuen Ausstellungen aber am meisten beeindruckt hat, ist die Sammlung an experimentellen Flugzeugen. Die Grumman X29 fasziniert mich, seit dem ich ein “Was ist Was” Technik Lexikon aufschlagen konnte. Auch der aus den 60ern stammende, einzige von ehemals zweien noch existierende Prototyp einer XB-70 Valkyrie ist eigentlich eine Reise alleine wert. Nicht dass das Programm zur Entwicklung strategischer Bomber

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mit Mach 3 Fähigkeiten schon recht früh von der Technologie für ICBMs überholt worden wäre, lieferte dieses Flugzeug noch viele Jahre lang wertvolle Messdaten zur Weiterentwicklung moderner Düsenjets. Überhaupt sind in diesem Bereich viele Einzelstücke zu bewundern, die es grundsätzlich oder in der hier gezeigten umgebauten Variante nur einmal gegeben hat.

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Alles in allem auch in der Wiederholung ein spannender Rundgang. Die Anmerkung, dass man sich hier auf eine Weile zum Besuch einrichten sollte, kann ich nur wiederholen. Das neue Telefon zählt ja schon mal Schritte und war der Meinung, dass der Rundgang knappe 16.000 Schritte und über zehn Kilometern gelaufene Strecke umfasst. Ich habe

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jetzt nicht besonders viele Ehrenrunden gedreht, aber man sollte sich schon auf einen Besuch in der Cafeteria zwischen Halle drei und vier ein richten. Picknick ist ja schließlich untersagt aber die Preise sind familienfreundlich. Wenn man wirklich alle Galerien in Augenschein nehmen möchte sollte man eben auch entsprechend gut zu Fuß sein.

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Ich kann einen Besuch nur empfehlen!

Kyp.F.

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