Nachlese SLAC 2026

Manchmal sind es die Dinge, die einem nicht so recht sind, die dann doch viel besser sind als erwartet. Einige meiner Auslandseinsätze waren so etwas … und die SLAC 2026.

Angefragt durch die Heinlein Gruppe auf deren hauseigener Linux Konferenz als Speaker auf zu treten, hatte ich letztes Jahr einmal leichtsinnigerweise “geht schon” gesagt … aber als es dann konkret wurde, passte mir das nicht so in den Kram. Berlin ist ganz schön weit weg – genauso weit wie Paris, dauert aber doppelt so lange. Die Situation bei meinem Arbeitgeber ist leicht vorgespannt und auch privat ist ein größeres Projekt ein bisschen herausfordernd und nicht mehr ganz im optimalen Bereich. Grund genug nicht durch die Republik zu reisen.

Aber die Kollegen von Heinlein waren sehr hartnäckig und haben mich doch breit geklopft die aktualisierte Fassung meines Vortrags zur IT Automatisierung mit Netbox zum Besten zu geben. Der letzte Blick auf das Programm der Secure Linux Administration Conference 2026 war dann auch recht erfreulich und ich fand sowohl interessante Themen als auch bekannte Gesichter wieder.

Insgesamt macht das Programm einen gut kuratierten Eindruck und auch wenn viele der Vortragenden aus dem Heinlein Universum mailbox.org, OpenCloud und OpenTalk stammen, waren die Themen zum Einen ausbalanciert und zum Anderen unabhängig spannend. Insofern hatte ich dann durchaus auch inhaltlich meine Freude und konnte auch ein bisschen dem politischen Aspekt der digitalen Souveränität durch Quelloffene Software fröhnen.

Was mir aber wirklich den Ausflug vergoldet hat, ist, dass sich das Organisationsteam auch große Mühe gegeben hat den Netzwerk Character der Veranstaltung durch gelungene soziale Events zu unterstützen die darüber hinaus, den weiter Angereisten auch Berlin von Seiten näher zu bringen, die vielleicht nicht so alltäglich sind. So gab es vor dem gemeinsamen Abendessen beim Inder Stadtführungen durchs Scheunenviertel und eine vier Stunden Rundfahrt über die Spree, mit kontinuierlichem Bildungsprogramm für die Ortsunkundigen und begleitendem Buffet. Alleine das Wetter hat nicht so ganz mit gespielt – ein Grund wieder zu kommen.

Alles in allem eine ganz andere Atmosphäre, als sie auf allen anderen bisherigen (Dienst-) Reisen nach Berlin der Fall war. Es macht definitiv Lust auf mehr und sollten mich die Heinleins noch einmal anfragen, werde ich mich das nächste mal sicher weniger zieren.

Kyp.F.

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