Taxifahren in Barcelona

Eine Taxifahrt ist nur dann eine ordentliche Taxifahrt in Barcelona , wenn man mindestens einmal am Kolumbusdenkmal vorbei kommt. Es geht immer mindestens eine halbe Stunde durch Hafen und die Sagrada Familia befindet sich in ständig wechselnden Himmelsrichtungen.

[update] Gestern Abend fährt Omi Taxi …. “Silken Hotel, Avenida Diagonal” … sie tippt auf dem Navi, kein Kolumbusdenkmal, kein Hafen, dafür 1,3/4 Stunde Stau auf der Gran Via. Die Dame war die Ruhe selbst. Heute wieder die “route touristico”, mit Stau dann doch 5,- EUR günstiger. Ich beklage mich nie wieder.

Das nächstemal unbedingt vorher den ÖPNV ausbaldovern.

Tourtipp: Hiking Bois de Paiolive

Ein weiteres wirklich lohnendes Ausflugsziel ist der “Bois de Paiolive”, ein verwunschener Olivenhain an der Südflanke der Gorges du Chassezac. An der Abbruchkante schneidet der Chassezac über hundert Meter senkrecht durch den Kalkstein-Karst. Auf der Hochfläche sind die uralten Bäume dicht verwachsen und durchzogen von mystischen Felsenformationen.

Gorges du Chassezac

Das schöne am Bois de Paioloive ist, dass er für Wanderer gut erschlossen ist und mit drei Rundwanderwegen die Möglichkeit bietet sich je nach Kondition einen schönen, vielleicht auch zwei schöne Tage zurecht zu legen.

Die Blaue Route führt dabei an der Einsiedelei St. Eugene vorbei, die hoch über der Schlucht thront. Der Weg zur Einsiedelei ist ein paar Meter abseits der Wanderroute, das verrostete Tor hängt ein bisschen Windschief in den Angeln, aber man ist wohl gerne eingeladen die Einsiedelei zu besuchen. Der Abstecher belohnt mit einer malerischen Aussicht.

Einsiedelei St. Eugene

Einsiedelei St. Eugene

Nach der Einsiedelei gibt es einen weiteren Abstecher direkt auf den Rand des Plateaus und lädt zum Pause machen ein. Zum ersten mal kann man erahnen was im zweiten Rundweg auf einem guten Teil der Strecke auf einen wartet. Ein gute Strecke noch geht durch den Hain und durch Spalten in der Karstdecke um an einer Kreuzung in den zweiten Wanderweg über zu gehen. Hiernach folgt ein gut Teil der Strecke direkt auf der Abbruchkante zur Schlucht, oft nur einen Schritt vom Abgrund entfernt:

Wanderweg "gelb" auf der Abbruchkannte

Wanderweg “gelb” auf der Abbruchkannte

Unten in der Schlucht kann man auch hier oft die Kajakfahrer beobachten, die in der tollen Umgebung der Ardeche entgegen paddeln. Nach diesem Abenteuer wandert man auf flachen Wegen noch aus und kehrt zu einem der ausgewiesenen Parkplätze zurück. Aufgelockert wird gerade dieser Teil der Wanderung durch Steinmännchen, die viele Wanderer als bleibende Erinnerung zurück lassen.

Insgesamt wirklich ein schöner Hike und durch die drei ineinander übergehenden Wege auch gut der Tagesform an zu passen. Die einschlägigen französischen Guides werten die Strecke als “einfach” und “familiengerecht”. Also wenn Oma und die kleinen Kinder gut über Felsen krabbeln können und ein Stündchen Treppen- steigen auf den Klippen enesowenig ein Thema ist, wie eine halbe Stunde an einem 100 Meter tiefen Abgrund entlang zu laufen, dann ist dieser Wald ein absoluter Traum.

Wir fanden es so schön dass wir gleich zwei mal zum wandern hin gefahren sind und unterschiedliche Varianten erlaufen sind 😉

 

Tourtipp: Barjac

Die Erkundung unseres Feriendomizils in konzentrischen Kreisen führte recht bald nach Barjac. Barjac hat nicht unbedingt die preisgekrönte Altstadt einiger anderer Dörfer in der Region, nicht desto trotz ist es rustikal genug um sicher einen Besuch wert zu sein.

Im Unterschied zu den ganz historischen Örtchen lädt Barjac zum Bummeln ein und besitzt ein paar nette Lädchen und Boutiquen. Insbesondere die Creperie an der Grand Rue Jean Moulin, welche eher ein malerisches Gässchen ist, lädt mit günstigen Creppes und Sitzgelegenheiten unter freiem Himmel an einer ruhigen Sackgasse zum einkehren ein.

Grand Rue Jean Moulin

Grand Rue Jean Moulin

Gegenüber ist ein kleiner Supermarkt, an dem man noch einige frische Lebensmittel einsammeln kann, ebenso wie die benachbarte Weinboutique, die sich ebenfalls für den kurzfristigen Einkauf eignet. Um die ecke ist sogar noch ein Bioladen.

Sollte man die jeweiligen Mitarbeiter – Ladeninhaber gerade nicht in der Nähe ihrer Kasse finden, lohnt sich ein vorwurfsvoller Rundblick aus der Ladentür und meistens stürzt der Betreffende dann an einem der Tische der Crepperie los. Mediterranes Laissez Faire at its best.

Crepperie

Crepperie

Der Tipp: Cafe au Lait, heisst hier für kleines Geld frisch gebrüht in einem Bodum Kännchen und einem extra Milchkännchen, etwa drei Tassen Cafe, statt einer. Unnötig zu sagen, dass wir auch hier noch ein zweites mal einkehren wollten, auch weil die Öffnungszeiten untypisch französisch den ganzen Nachmittag durchgehend waren.

Tourtipp: L’Aven d’Orgnac

Eines der unangefochtenen Highlights der ganzen Region ist der Aven d’Orgnac zwischen Barjac, Orgnac l’Aven und Labastide de Virac auf der Ardeche Karst Hochfläche gelegen und in die Liste der “Grand Sites de France” vertreten.

Die Karstlandschaft des departement d’Ardeche ist von zahlreichen Hölen durchzogen und sieben Stück sind der Öffentlichkeit zugänglich, jede mit ihren eigenen Besonderheiten. Dabei unterscheidet man im Französischen zwischen horizontal – ich scheue mich zu schreiben ebenerdig, zugänglichen Hölen und denjenigen die man nur durch eingestürzte Dome erreichen kann. Letztere sind die Aven, Erstere werden landläufig als Grotte bezeichnet.

Der Aven d’Orgnac ist dabei sicher der spektakulärste und mit seinen über 120 Metern Tiefe in der regulären Besuchertour auch anspruchsvollste, da an seinem Tiefpunkt die CO2 Konzentration schon ausgesprochen hoch ist und die Luftfeuchtigkeit bei 100% liegt. Der deutschsprachiger Führer erklärt mit beeindruckenden Worten wie die erste Erkundung sich angefühlt haben muss. Den Touristen bleibt der Aufstieg jedoch erspart, da ein Aufzug die Besucher schnell wieder ans Tageslicht befördert und die Höhle in Dunkelheit zurück lässt.

Der Abstieg erfolgt durch drei Hallen die in jeder Ebene an Größe gewinnen.

First Hall, Aven d'Orgnac

First Hall, Aven d’Orgnac

Am Ende der ersten Halle geht es etwa 40 Treppenstufen hinauf und man hat eine vage Vorstellung davon wie es wäre die über 700 Stufen wieder hinauf steigen zu müssen, die den Weg nach unten Markieren.

In der Hälfte des Abstiegs sieht man das Markenzeichen des Aven:

Big Bummer

Big Stalagmite.

Bei beiden Bildern sieht man übrigens den grün leuchtenden Durchbruch in der Decke der characteristisch für den Aven ist. Immer tiefer steigt man hinab und ist immer mehr von den Farben und Formen der Stalagmiten gebannt die nach jeder Ecke mit neuen Variationen überraschen. Die 80 Minuten Abstieg vergehen wie im Flug und unten angekommen wird der letzte Saal mit einer Licht und Tonschau erschlossen, welche die immer größer werdenden Dimensionen dieses Höhlensystems irgendwie fassbar machen sollen.

Dabei wird der letzte Saal nur noch von einer Art Empore besichtigt, da ein weiterer Abstieg in Regionen mit ungesunden CO2 Konzentrationen führen würde.

Oben angekommen gibt es noch ein Prähistorisches Museum, das aber derzeit renoviert wird und das wir bei einem nächsten Besuch erkunden wollen.

Die Region ist ohnehin bekannt durch die ältesten Höhlenmalereien der Menschheitsgeschichte und nach den Entdeckungen in der Grotte Chauvet wird diese wohl neu geschrieben werden müssen. Zu diesem wohl unfassbar grandiosen Fund von 1994 entsteht gerade nahe Valon Pont d’Arc ein neues Museum in dem mit Förderung der UNESCO der ganze Höhlenkomplex nachgebaut wird.

 


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Tourtipp: Labastide de Virac

Der im vorherigen Posting beschriebene Campingplatz befindet sich in Labastide de Virac, einem kleinen Örtchen unweit des touristischen Kondesnationspunktes in der Ardeche Valon Pont d’Arc.

Auf der südlichen Seite der Ardeche Schlucht gelegen, also eben nicht entlang der touristischen Hauptroute, ziert es eine kleine Anhöhe umgeben von Wingerten.

Panorama von Labastide de Virac

Panorama von Labastide de Virac

Das touristische Highlight ist dabei das Chateau des Roure, dessen Öffnungszeiten unbedingt im Vorfeld online nachgeschlagen werden sollten. Das Chateau ist wirklich sehr rustikal und beherbergt ein Museum, das sich neben dem Chateau selbst auch der Seidenherstellung widmet, die im 18. und 19. Jahrhundert eine der ökonomischen Säulen der Region war.

Ansonsten zeichnet sich Labastide durch einen wirklich malerischen alten Ortskern aus, der zum stöbern und auskundschaften einlädt.

Ein Restaurant und die örtliche Vertriebsstelle für die lokalen landwirtschaftlichen Erzeugnisse, allen vorweg Honig, Wein und Olivenöl und das Shoppingpotential ist erschöpft.

Tourtipp: Camping Milles Etoiles

Zurück aud dem Urlaub, Dinge sortiert, Bilder gesichtet und die ersten nachbearbeitet und da will ich dem geneigten Leser einige Highlights nicht vorenthalten:

Ziel war dieses Jahr die Ardeche – in Namensunion Fluss, Naturreservat, Küche, Departement und Schlucht – und damit eines der protoypischen naturnahen Aktivurlaubsziele in Frankreich. In der Spaitsaison versprachen wir uns noch gutes Wetter zu vertretbaren Preisen und insgesamt ging diese Rechnung größtenteils auf.

Jetzt gehört zu einem Aktivurlaub auch gerne einmal “Zelten” und trotz langer Vorfreude errodierte mit fortschreitendem “Arbeitsjahr” der Enthusiasmus hinsichtlich dem Schlafen auf naturbelassenem Boden mit Steinen, Staub und Dornen. Eine Alternative musste her! Und zwar schnell! Die Option einer Ferienwohnung in der Bretagne stiess  im Familienkreis auf unverholene Ablehnung. Google … aber schnell …

Nachdem Google schnell die Erkenntnis lieferte, dass es im Departement Ardeche durchaus einen Markt für comfortangereichertes Campen gibt und die Kollision mit dem naturnahen Idealismus für etwas unmut sorgte, stiessen wir auf Camping Milles Etoiles / 1000 Sterne.  Die englischsprachige Webseite suggerierte alles was man so braucht im sehr nachhaltig genutzten Ambiente schon innerhalb der Grenzen des Naturreservates.

Campsite Milles Etoiles

Rezeption und Restaurant

Vor Ort angekommen, ein paarhundert Meter nach Ende der asphaltierten Straße eine Lichtung mit der sparsam dimensionierten Rezeption. Wir finden Nadine, die mit ihrem Gatten Laurent den Campingplatz betreibt. Englisch … gut, die Webseite pflegt wohl jemand anders. Mit Händen und Füßen werden wir herzlich willkommen geheissen und nach und nach reaktivieren sich einzelne Fragmente französischer Sprachkenntnisse.

Nadine führt uns durch den Eichenhain in dem sparsam eingebettet 33 Camp-Patches untergebracht sind. Nahezu alle schattig, was bei 34 Grad und brennender Sonne ein unbestrittenes Plus gegenüber den meisten anderen Campgrounds ist, die wir sehen durften. Auf ca. 15 der Patches stehen Jurten, nach kirgisischer Bauart die individuell und liebevoll eingerichtet sind.

Unsere Jurte

Unsere Jurte

Wir sind begeistert. Neben der Jurte ein kleiner Verschlag mit Zweiflamm-Gaskocher und einem Kühlschrank! Auch die Sanitäreinrichtungen können sich sehen lassen. Müll wird getrennt, Autos nur zur An- und Abreise auf dem Gelände. Zischen den Zelten sind großzügig Hängematten verteilt.

Ein paar Schritte weiter kommt die Abbruchkante zur Schlucht der Ardeche und Nadine erklärt geduldig welcher Weg mit mäßiger Kletterei in die Schlucht hinab führt und wo man am besten baden kann. 200 Höhenmeter unter uns rauscht ein bisschen Wildwasser, auch im September. Der Abend kommt und wir haben eine fantastische Aussicht in die Schlucht.

Ausblick zum Abend von Camping Milles Etoiles

Ausblick zum Abend von Camping Milles Etoiles

Nach der langen Fahrt nutzen wir auch gleich die Möglichkeit auf dem Campingplatz zu Abend zu essen. Laurent kocht unerwartet gut und wird dem guten Ruf der Region was Essen angeht mehr als gerecht. Die Pizza 4 Fromages ist ein Gedicht und es wird schnell klar dass der Käse in der Region eine besondere Aufmerksamkeit verdient. Die “Mules Frittes” – ein Kilo pro Portion sind spektakulär lecker. Mit Getränken zusammen nicht mal 20,- EUR, echt günstig für die Gegend.

Wir werden in den kommenden zwei wochen noch einigemale einfach auf dem Campingplatz speisen.

Zu finden ist der Campingplatz in Labastide de Virac:

 


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Gestapelte Vorfreude

gestapelte Vorfreude

Wie gesagt, gestapelte Vorfreude. In nicht allzuferner Zukunft geht es los 😉 Wandern, Kanufahren, Klettern und Zelten. Highlights der Saison sind die Faltteller von “Sea to Summit” und die “Nomad” Essbestecke von WMF. Auch die neuen Rucksäcke versprechen eine Menge Tragekomfort und das bei 1/3 des Gewichts ihrer Vorgänger.

KYP. Frank

Windenergie Allerorten

Gestern fahre ich aus Rheinböllen nach Hause und habe eine recht unverbaute Aussicht auf die aktuellen Windradbaustellen am Hochsteinchen. Das löst sehr zwiespältige Gefühle bei mir aus.

Allen Ernstes, ich habe nichts gegen Windenergie. Direkt vor meiner Haustüre blicke ich auf den Windpark Kirchberg der regulär bis zu 53MW Energie einspeist. Ich wohne also in unmittelbarer Nähe der viel gescholtenen großen Windräder und kann eine Menge Kritik nicht teilen. Weder die Geräuschbelastung noch die Beeinträchtigung der Fauna kann ich in meinem unmittelbaren Umfeld nach vollziehen. Im Gegenteil, gerade sind vier unrentable Windräder der ersten Generation zurückgebaut worden und belasten die Gemarkung nicht mehr.

Lange kam unser Strom von weit her und ich persönliche Blicke lieber auf die sich gemächlich drehenden Mühlen als auf einen Atommeiler, der selbst wenn er nichts mehr bringt nicht in vier Wochen verschwunden ist. Dabei stößt die aktuell hier im Landkreis genehmigte Leistung mit fast 400 gebauten, genehmigten oder in der Planung genehmigungsfähigen Windkraftanlagen durhaus in die Leistungsklasse eines veritablen Reaktors vor. Die vorgebliche “Zerstörung der Landschaft” empfinde ich nicht als solche, denn eine Naturlandschaft ist die Hochfläche des Hunsrück nicht mehr seit die Römer hier die Landwirtschaft kultivierten.  Über kontroverser empfundene Baumaßnahmen mag ich mich hier an dieser Stelle dabei nicht weiter äußern, es gäbe aber genug Beispiele.

Eingedenk dieser Akzeptanz und der Durchdringung der Region mit Windmühlen, stören mich die aktuellen neuen Baustellen am Hochsteinchen vehement. Muss es eigentlich wirklich sein, dass wir jeden Quadratmeter zupflastern ?

Im Gegensatz zur Hunsrück Hochfläche ist der Soonwald ein zusammenhängendes und in weiten Teilen mittlerweile sehr nachhaltig bewirtschaftetes Biotop, in dem schon große Flächen als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Er ist in der engeren Wahl als Nationalpark ausgewiesen zu werden und eine entsprechende Umstrukturierung und Nutzungsänderung zu erfahren. Diese vom Land betriebene Initiative beisst sich doch aufs schärfste mit der vom Land genehmigten Flächennutzung.

Wie kann das sein ?

Da mag ich schon die INITIATIVE SOONWALD e.V. verstehen die mit allen Mitteln gegen die Windkrafttechnische Erschliessung des Soonwaldes kämpft, allein die in diversen Foren große Nähe zu grundsätzlichen Windkraftgegnern macht mir die Unterstützung schwer.

HP-UX Queue Depth

Just for the occasion … Setting HBA queue depth length on HP-UX systems with an SCSI I/O control command:

scsictl -a -m ir /dev/rdsk/cXtXdX

delivers the current queue- depth on the questionable device cXtXdX, where the Xes refer to the IDs in your systems.

scsictl -m queue_depth=21 /dev/rdsk/cxtxdx

sets the queue-depth to e.g.21.

The value of your queuedepth depends on the supported values of your storage and are given in a range from 1 to 255. By chance these values may conflict or fit together and well result in dedicated HBAs in dedicated zones.

In my case they fit together by default with HP EVA and HDS VSP, keeping in mind that there are changes needed if the EVA systems have to handle extremely large single files within a single LUN.