Bubble Tree

Auf der Suche nach dem architektonischen Kleinod Museumotel in Raon L’Etape bin ich über die in Frankreich zusehends beliebten Bubble Hotels gestolpert 😉

Bei Bubble Tree kann man die Kabinenhäuschen für kleines Geld erstehen. Alles in allem eine auf den ersten Blick unkomplizierte Möglichkeit die Naturerfahrung bis auf den Futon zu transportieren ohne all zu viele Abstriche bei Comfort und Wohlbefinden zu machen. Als Mensch, der das naturnahe Leben ohnehin ziemlich erstrebenswert findet, sehe ich hier eine enorme Flexibilität auch einmal Räume zu erschliessen, die man sonst vielleicht meiden würde.

Schliesslich sind die meisten von uns keine 17 mehr und Zelten oder das Schlafen unter freiem Himmel muss nicht automatisch mit dem Verzicht auf jegliche Annehmlichkeit einher gehen. Irgendwie muss ich das mal in naher Zukunft einmal ausprobieren.

Jetzt fehlen nur noch die geeigneten Stellplätze für die spektakuläre Naturerfahrung.

Tourtipp: Rheinpfalz

Ein Ausflug der schon lange überfällig war, aber dank eines Austauschkindes zu Besuch habe ich mich endlich einmal aufgemacht die Rheinpfalz, mit bürgerlichem Namen Burg Pfalzgrafenstein, zu besuchen. Die kaiserliche Zollstation mitten im Rhein bei Kaub.

Rheinpfalz

Rheinpfalz

Vielleicht kommt man als Hunsrücker deswegen so selten auf die Idee die Pfalz auf zu suchen, da man zuerst mit der Fähre nach Kaub übersetzen muß, um dann die Personenfähre zurück auf die Insel zu nehmen. Zurück hat man selbigen Spaß gleich noch einmal. In der Nebensaison, wenn die Personenfähre nicht in Betrieb ist, kann man die Fährschiffer fragen und sie landen einen mit der großen Fähre an. Das ist schon beeindruckend und eigentlich ein Grund die Reise passend zu legen.

Sollte die Pfalz offen sein, darf man sich auf keinen Fall die Erforschung des Gemäuers entgehen lassen. Die besondere Lage und die “Schiffsform” sind für eine Burg schon etwas sehr besonderes und die Lebensumstände der Zöllner waren nicht allzu komod.

Der Bau mitten im Fluß muss seinerzeit eine riesen Kraftanstrengung gewesen sein.

Meist hält sich der Besucherandrang in Grenzen und man kann ganz in Ruhe durch die Stockwerke Räubern. Mit abenteuerlustigen Kids ein “must go”.


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Travelling Russia

Ich hätte es mir ja nicht träumen lassen aber die letzte Fernreise ging nach Russland. Aus welchem Grund auch immer, ich war plötzlich in Uglitsch, an der Wolga, 200 Kilometer nordöstlich von Moskau.

Alles was man so sieht ein normales russisches Städtchen, dem es auf Grund seines halbwegs berühmten Kreml, immerhin steht hier das älteste Gebäude des Yaroslavl Oblast, an dem regelmäßig die Wolga- Kreuzfahrer halt machen, vergleichsweise gut geht. Der Backsteinbau, des tausend Jahre alten Thinghauses ist wirklich imposant und man ahnt die Wurzeln der Architektur, die sich auch heute noch in den allgegenwärtigen mit Schnitzereien verzierten Holzhäusern wieder findet. Sind halt nicht alle so schön in Schuss wie bei “Dr. Schiwago”

Die Unterbringung war ganz ordentlich und auch wenn die Preise nicht ganz westliches Niveau erreichen, so muss man doch hier und da einige Abstriche machen. Dass man kaum Russisch spricht macht zumindest beim Früstück wenig aus, denn traditionell gibt es ohnehin nur die Wahl zwischen Kascha und Omlett und beides verstehe sogar ich. Ein halbwegs ordentliches Buffet gibt es nur wenn genug Gäste anwesend sind, was leider meistens nicht der Fall war.

Dafür entschädigt die Bleibe mit einem wunderschönen Ausblick:

Zimmer mit Aussicht
Zimmer mit Aussicht

Die Sonne braucht nicht darüber hinweg zu täuschen, dass man sich hier in skandinavischen Breitengeraden befindet und sobald man die Stadt verlässt, fährt man stundenlang durch Tundra.

Alles in allem eine Reise voller unerwarteter Eindrücke. Insbesondere die Menschen sind erheblich wärmer als das Wetter und wir haben eigentlich überall offene Türen vorgefunden. Die Tatsache, dass es an allem fehlt, schweisst scheinbar mehr zusammen als wir verwöhnten Westeuropäer uns meistens so vorstellen mögen. Mit jedem Kilometer den man sich von Moskau entfernt, scheint der Mangel größer zu werden. Jedenfalls vermitteln einem dies die Straßen.

Andererseits hat all das seinen Charme und ich komme reichlich zum Fotografieren.

Verlassene Villa

Verlassene Villa

Die Anreise erfolgt übrigens Wahlweise über Moskau oder St. Petersburg, egal ob man mit dem Autobus oder dem Wolgadampfer nach Uglitsch möchte. Der Autobus ist, allein wegen der Strassen schon ein Abenteuer. Wenn dann noch der Moskauer Berufsverkehr mit seiner Unsitte von acht Spuren zwölf zu benutzen hinzu kommt, ergänzt durch einen Plattfuß, den jeder fünfte Autobus einmal die Woche zu haben scheint, dann ist das schon einmal eine Erfahrung für sich.

Auch die Wahl des “Billigfliegers” über Vnukowo ist zumindest mit Vorsicht zu geniessen. Die Annahme, dass am internationalen Terminal ausser dem Zolloffizier irgendwer Englisch spricht, war jedenfalls vermessen. Da Hände und Füße sehr schlecht funktionieren, wenn man es eilig hat, empfiehlt sich eine Anfahrt am Abend zuvor und eine Übernachtung in Flughafennähe.


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Angehört: Blonde Ambition

In Deutschland ist das mit Country Musik ja so ein Thema. Die Popularität ist nicht eben am oberen Rand der Skala. Vielleicht haben die Dixie Chicks da ein bisschen was gerissen, aber in der breiten Masse sehe ich Country und Western nicht eben angekommen.

Nicole Frechette

Nicole Frechette, 2011 Spangdalem AFB

Das ist schade. Denn der moderne Country, wie ihn die Dixie Chicks vertreten, hat durchaus eine Menge Momente. Gerade hat Nicole Frechette ihr neues Album “Blonde Ambition” raus gebracht und war mit der US Army auf Tour durch Deutschland. O.k. Ein bisschen was für Fans, sich einen Host zu suchen, aber die nächste, öffentliche Tour diesseits des Atlantiks ist noch ein wenig hin.

Die vorab zu hörenden Schnipsel waren sehr vielversprechend und auch wenn ich das Album noch nicht am Stück hören konnte, kann es schon nicht mehr enttäuschen. Spritziger, moderner und äusserst kurzweiliger Country ;). Ich kann es jedem nur ans Herz legen hier einmal offen zu sein für neues und einmal rein zu hören.

Nicole, wir lieben dich!

[update] Neuer Download gerade vor dem Shippment der neuen CD auf Pledge Music. Für alle, die sich netterweise am Crowdfunding der neuen Scheibe beteiligt haben. [/update]