“Standardize along Knowledge”

Aus gegebenem Anlass: Ich bin heute über einen Bemerkenswerten Artikel gestolpert, der perfekt in die aktuellen Diskussionen in meinem Team passt – und in die Erkenntnisse die in den letzten zwölf Monaten hinsichtlich Cloud Infrastrukturen gereift sind.

Cloud- Dienste funktionieren nur bei standardisierten Verfahrensweisen.  Das mag für grundlegende Themen, wie das ausrollen einer virtuellen Maschine funktionieren. Schaut man sich die wirklich erfolgreichen Cloud- Dienste an, sind diese jedoch extrem eng gefasst: Das Bereitstellen von Speicherplatz, die Bereitstellung eines Servers nach Provider- Vorgaben, … ok – so weit, so eingeschränkt nutzbar.

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Bahnsinn

Lieber Herr Ramsauer, Lieber Rechnungshof,

Wissen sie eigentlich was ihre Adlaten so treiben? im konkreten Fall auf der A61 zwischen den Anschlussstellen Waldlaubersheim und Bingen.

Nachdem hier Jahre- lang eine Baustelle war, die zuletzt zu einer der modernen Beton Trennwände in der Mitte geführt hat und mit der lustigen Aussage beworben wurde wie viel sicherer so ein Bobkanal ins Nahetal hinunter sei, war doch letzten Herbst tatsächlich auf diesem Autobahnteilstück Baustellen- und Stau- loses Vorankommen, jedenfalls wenn nicht Freitag Abend war.

Jetzt, gefühlt kein Viertel Jahr später, wurde rechtzeitig zur Osterferienzeit die Baustelle neu eingerichtet und just jenes schöne Beton- Mäuerchen wird in der Mitte feinsäuberlich weggepickelt. Im ersten Schwung hab ich noch geargwöhnt, dass doch irgendwas mit der Fahrbahn kommt und man dort Fahrbahnüberleitungen basteln möchte. Heute morgen waren die Lücken dann schon immens und deuten an, dass hier das ganze Mäuerchen weg kommt.

Ist mein Steuergeld eigentlich so wenig wert, dass man um mich zu ärgern erst Mäuerchen gießen muss um sie hinterher wegzupickeln, damit ich auf keinen Fall ohne Stau zur Arbeit komme? Oder waren die Planungen oder Bauausführung so dilletantisch dass zwei Jahre nicht reichen um ein ordentliches Mäuerchen zu bauen? Der Berg ist schliesslich schon seit Jahrmillionen dort. Oder war das Marketing der Betonmäuerchenmaschienenhersteller so gut, dass übersehen wurde, dass es doch blaue Flecken macht wenn Leute gegen Beton-Mäuerchen fahren?

Selbst wenn mein Steuergeld nicht verschwendet wird, würde ich das gerne verstehen.

Gott zum Gruße, F.

Sightings: Roadkill

Heute auf dem Weg zur Arbeit:

zwei angefahrene Bussarde, ein totgefahrenes Eichhörnchen, ein totgefahrener Fuchs und ein totgefahrener Hase. Das ist ganz schön bitter … schliesslich reden wir von nur einem Arbeitsweg. Mobilität geht nicht nur hinsichtlich fossiler Energieträger zu Lasten der Umwelt und so finde ich das schon nicht mehr gut.

kyp. F.

Umrüstung Protool AGP 125 vom Winkelschleifer zur Sanierungsfäse

Heute kam die Absaughaube für meinen Winkelschleifer, mit einem Diamant Schleiftopf Rhodius DS und einem Werkstattsauger ergibt sich für kleines Geld eine faire Sanierungs-Fräse. Die Standzeit des Werkzeugs sollte laut Info vom Fachverkauf sicher alle im Heimbereich anfallenden Renovierungen und Sanierungen der nächsten 10 Jahre durchhalten.

Gut bei den meisten reinrassigen Sanierungs- Fräsen sind Fräs- oder Schleif-Töpfe enthalten und die werden schnell der teure Teil vom Vergnügen. Andererseits werden solche Werkzeuge für ca. 40 EUR am Tag vermietet. Wenn man also mehr als drei Tage zu tun hat, lohnt sich bei einem vorhandenen leistungsstarken Winkelschleifer schon die nicht dauerhafte Umrüstung – Ergänzung. Wer die Töpfe zu sehr runter schleift, hat auch beim ein oder anderen Werkzeug- Vermieter ein Extra auf der Rechnung.

Der Trick ist tatsächlich, dass bei der Absaughaube eine dickere Spannmutter dabei ist. Im ersten Versuch war der Schleiftopf so tief, dass er an mindestens einer Seite mit der Schutzhaube kolidiert ist. Bei 1200 Watt die da in der hohlen Hand schieben, kein Spaß. Mit der anderen Spannmutter passt dann auch das Fastfix und die Sache ist tatsächlich professionell und praktikabel 😉

Da macht renovieren gleich wieder doppelt so viel Spaß und an den einschlägigen Stellen geht damit auch deutlich mehr als bisher mit dem Sandpapier auf dem Rotationsschleifer. Geht auch, braucht man aber nicht und der Verschleiß ist enorm.  Nach dem Wohnzimmer – in einer alten Schule nicht unbedingt klein, hatte ich darauf jedenfalls keine gesteigerte Lust mehr.

kyp. F.

 

Current Project: Raspberry PI

Man braucht ja immer wieder ein kleines Projekt, nicht wahr?

Da ich mit meinem NAS auf Basis SS4200 noch immer hadere und nicht so recht weiß ob ich es abbrechen und auf eine belastbarere Plattform wechseln soll, jetzt mal eine Kleinigkeit zwischendurch. Raspberry PI:

 

Raspberry PI

Raspberry PI

 

Auf der Suche nach einem Stromsparenden Medienterminal bin ich beim Raspberry PI gelandet. Das erste Gehäuse aus dem rundum sorglos Paket war nicht so ganz meins und ich habe noch fix das Acrylgehäuse von Vullers Tech nachbestellt.

Abgesehen von der robusten und trickreichen Acrylausführung gefällt mir am Vuller Tech Gehäuse die vorbereitung der Gehäuseausbrüche für GPIO und die anderen Schnittstellen zur Nachverkabelung. Die Ausbrüche sind vorgefräst und lassen sich augenscheinlich mit sehr wenig Aufwand sauber aus dem Gehäuse trennen, sollte man GPIO oder etwas anderes als Standard IO benutzen wollen.

 

 

Hätte man gleich gründlich im Internet gesucht hätte man das ganze sogar Kosten-neutral ummünzen können, aber sei es drum. Für nicht mal 50,- EUR habe ich jetzt ein Medienterminal fürs Wohnzimmer. XBMC auf eine SD-Karte geimaged und fertig. Größtes Thema gerade ist die Bedienung wenn man auf Tastatur und Maus verzichten will. Da muss ich jetzt mal schaun wie das schnellst weiter geht.

Sobald ich mit XBMC und dessen Bedienung fertig bin, werde ich mich dem Thema GPIO zur Heimautomatisierung zuwenden. Vor dem Hintergrund wäre eine PoE Stromversorgung des Raspberry PI tatsächlich wünschenswert, da man sich damit das Steckernetzteil sparen würde. Naja, bisschen Raum zur Verbesserung kann ja nicht schaden.

kyp. F.

Glasbruch

Auch wenn die Saison bisher bescheiden verläuft, das letzte Highlight geht auf die Kappe eines LKW Fahrers. Guter Mann, hätten sie was gesagt, wir hätten sicher wen gefunden der das Bier getrunken hätte. Zelt in den Garten, paar Heizpilze hin … 40 Kisten frisches Bitburger Pils, so wird gemunkelt.

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So stinkt hier die Botanik wie ein mittelgroßes Festival und der Landesbetrieb Mobilität verschwindet nach ein bisschen Überstunden und dem Aufstellen eines Schildes “Achtung, verschmutzte Fahrbahn” ins Wochenende.

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*sigh* Ich bin gespannt wann ich das erste mal die gewohnte Abfahrt nehme und mit einem Platten auf eigenem Hof liegen bleibe.

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Gewaltenteilung

Kaum meldet sich Andreas Voßkuhle mal in den Medien zu Wort, ein Sachverhalt der im Grunde sehr zu begrüßen ist, da der breiten Bevölkerung ja die Judikative zuweilen recht entfernt scheint, passt dies den Herrn Volksvertretern nicht. Gleich drei Konservative Spitzenkräfte, Kauder, Lammert und Friedrich stürzen aus der Deckung um Deutungshoheit und Informationsvorsprung ein zu fordern.

Spannend. Welchen Teil der Gewaltentrennung haben die Herrschaften nicht verstanden. Zumal Vorleute wie Herr Seehofer gleich bei anderer Gelegenheit den Standpunkt ihrer Partei zementieren “wie auch immer die Richter entscheiden.”. So viel Chuszpe muss man erst einmal haben, dokumentiert er doch nicht mehr und nicht weniger dass ihm das Verfassungsgericht und sein Auftrag gleich sind. Andere Parteien versucht man völlig zu Recht wegen solcher und ähnlicher Auffassungen bei den Meinungsführern zu verbieten.

Alles in allem fehlt mir hier doch eine Menge Demokratisches Grundverständnis und Hintergrundwissen. Dreht man den Spies um, dokumentieren sie damit nicht mehr und nicht weniger ein Politikverständnis das sich im Wesentlichen den jeweiligen Lobby-Interessen verpflichtet sieht. Klar, ein Vorwurf der bei jeder Gelegenheit widersprochen wird, der jedoch in seinen Auswirkungen immer wieder sichtbar wird.

Jüngstes Beispiel die Posse rund um das Leistungsschutzrecht. Wenn selbst Journalisten um deren Interessen es vornehmlich geht, zu dem Schluss kommen dass der Lobbyverband ausschließlich die Interessen zweier Großverlage widmet und sowohl den unabhängig Schaffenden als auch den kleinen Branchenvertretern für die Weite Zukunft mehr Steine in den Weg legt als irgendeine Ungerechtigkeit zuvor, im Gegenzug aber voraussichtlich wenig außer Gerichtsverfahren bringen wird, die sich Wiederum nur die Branchengrößen leisten können. Bitter, vor allen Dingen weil das demokratische Organ einer freien und unabhängigen Presse voraussichtlich bleibenden Schaden nehmen wird.

Vielleicht ist genau das ja der Plan, damit auch die Berichterstattung über die vorher genannten Themen ein bisschen gedämpft wird. Muss man nicht mehr so anstrengend Poltern um dem Wahlvolk – um nicht zu sagen Stimmvieh – ein X für ein U vorzumachen.

Drei scheinbar völlig voneinander unabhängige Pressemeldungen, die meiner Meinung nach doch eine gemeinsame Aussage haben: Unser Politikbetrieb scheint zu einer reinen Rechtfertigungsveranstaltung für Lobby- und Klientelinteressen zu verkommen, deren demokratische Legitimation von keinerlei Weiterem Interesse ist.

kyp. F.

P.S. Im selben Verve regt man sich über aus dem Plan laufenden Projekte wie S21 oder A400M auf. Jedes Projekt wird signifikant teurer und verzögert sich wenn man nach Projektstart kontinuierlich fundamentale Änderungen im Anforderungskatalog durchsetzt. Genau das machen die Herrn Volksvertreter immer wieder um dann lautstark auf die Industrie, die Bahn, wen auch immer zu schimpfen. Im Superwahljahr kein gutes Zeichen für eine Zukunfts- und Wetbewerbs-orientierte Politik.

Musings on User Interfaces

Als ich Minority Report gesehen habe hat mich doch einiges Fasziniert. Eines der absoluten Highlights war das futuristische User Interface mit dem der geneigte Agent seinen Recherchen nach geht. Es hat eine Weile gedauert bis ich gemerkt habe, dass es sich hierbei nicht um Science Fiction handelt.

Genug Ressourcen vorausgesetzt, wie sie Geheimdienste oder Ölmultis haben, kann man dieses Gadget kaufen. Es heißt G-Speak und wird von Oblong Industries feil geboten.  Dabei ist es mit Visualisierungs-Technik und Imersion nicht getan. Logischerweise braucht man Anwendungen, welche von dieser Art Bedienung profitieren und die Rechenpower, sowie Datenbestände, welche den Gebrauch mit Leben füllen. Auch das schränkt die Zahl der potentiellen User nach wie vor ein.

In einer Zeit in der die immersiven Telepräsenz Lösungen von CISCO oder HP Halo oft noch immer recht ungläubiges Staunen hervorrufen, mag ich nicht einmal abschätzen wie weit der Vorsprung von Oblong hier ist. Beide habe ich schon benutzen dürfen und dabei geht es ja im Wesentlichen um Videostreaming. Auch habe ich schon 2001 meine ersten Erfahrungen mit den HP Visualisierungs-Lösungen in Zusammenarbeit mit Panoramtech – klassische sphärische 3D Projektion und Datenhandschuh, ausprobieren dürfen. Der Hardware-Aufwand war immens und zumindest Panoramtech war seiner Zeit so weit voraus, dass sie es ökonomisch nicht überlebt haben. In der Realen Anwendung ist Rückprojektion dann doch erheblich günstiger, wenn auch bei weitem der Immersionseindruck fehlt.

Was  mich aber jetzt wirklich erheblich ins Wanken gebracht hat ist, was Microsoft mit der XBox und Kinect anstellt. Das verheiratet mit Smartglass auf einem iPad ist dann doch die Frechheit. Da ich die XBox an einem Beamer betreibe ist der Einduck bei hinreichender Leinwandgröße schon immens. Ein etwas leistungsfähigerer Photonenbeschleuniger mit ausgeprägteren Fähigkeiten zum Trapezausgleich und eine entsprechend hohe Deckenmontage lassen hier noch Raum zur Optimierung, nevertheless bin ich nach ein bisschen Rumexperimentieren schon “deeply impressed”.

Wird das die Immersion des kleinen Mannes?

Ein bisschen weiter gesurft findet man schon einige Leute die reichlich Schabernack mit dem Kinect Sensor treiben und auf diversen Plattformen Codefragmente zur Verfügung stellen, welche die trickreiche Technologie von Microsoft hier anderweitigem Nutzen zuführen sollen. Microsoft selbst scheint mit seinem Software Development Kit hier Vortrieb leisten zu wollen.

 

 

Die Technik ist so genial wie simpel. Die Überlagerung eines Infrarot und eines optischen Bildes, kombiniert mit einem definierten Infrarot Punkteraster das der Kinect Sensor in den  Raum sendet liefert eine recht gut analysierbare Silhouette die zur Gestensteuerung heran gezogen werden kann.

“Anyway, I’m deeply impressed” und habe mal wieder richtig Lust doch auch ein bisschen zu hacken. Das ist tatsächlich einmal Innovation aus dem Haus Microsoft – wenn nicht die eigentliche Erfindung – so doch das Downsizing wirklich hochwertige Technologie Haushalts-kompatibel zu machen. Die Ideen von Oblong dürften was die Gesten-Erkennung  angeht nicht grundsätzlich abweichen.

kyp. F.