Schneetreiben Hunsrück

Krank zu Hause, eine Woche. Seit Dienstag deftiges Schneetreiben und man mag nicht einmal den Hund vor die Türe schicken. Nass, Kalt, Windig – die Straßen nicht geräumt – 28 Minuten für die nicht mal 5 Kilometer vom Doktor nach Hause.

Dann reißt der Himmel auf und ich schaue aus dem Fenster:

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Musings on User Interfaces

Als ich Minority Report gesehen habe hat mich doch einiges Fasziniert. Eines der absoluten Highlights war das futuristische User Interface mit dem der geneigte Agent seinen Recherchen nach geht. Es hat eine Weile gedauert bis ich gemerkt habe, dass es sich hierbei nicht um Science Fiction handelt.

Genug Ressourcen vorausgesetzt, wie sie Geheimdienste oder Ölmultis haben, kann man dieses Gadget kaufen. Es heißt G-Speak und wird von Oblong Industries feil geboten.  Dabei ist es mit Visualisierungs-Technik und Imersion nicht getan. Logischerweise braucht man Anwendungen, welche von dieser Art Bedienung profitieren und die Rechenpower, sowie Datenbestände, welche den Gebrauch mit Leben füllen. Auch das schränkt die Zahl der potentiellen User nach wie vor ein.

In einer Zeit in der die immersiven Telepräsenz Lösungen von CISCO oder HP Halo oft noch immer recht ungläubiges Staunen hervorrufen, mag ich nicht einmal abschätzen wie weit der Vorsprung von Oblong hier ist. Beide habe ich schon benutzen dürfen und dabei geht es ja im Wesentlichen um Videostreaming. Auch habe ich schon 2001 meine ersten Erfahrungen mit den HP Visualisierungs-Lösungen in Zusammenarbeit mit Panoramtech – klassische sphärische 3D Projektion und Datenhandschuh, ausprobieren dürfen. Der Hardware-Aufwand war immens und zumindest Panoramtech war seiner Zeit so weit voraus, dass sie es ökonomisch nicht überlebt haben. In der Realen Anwendung ist Rückprojektion dann doch erheblich günstiger, wenn auch bei weitem der Immersionseindruck fehlt.

Was  mich aber jetzt wirklich erheblich ins Wanken gebracht hat ist, was Microsoft mit der XBox und Kinect anstellt. Das verheiratet mit Smartglass auf einem iPad ist dann doch die Frechheit. Da ich die XBox an einem Beamer betreibe ist der Einduck bei hinreichender Leinwandgröße schon immens. Ein etwas leistungsfähigerer Photonenbeschleuniger mit ausgeprägteren Fähigkeiten zum Trapezausgleich und eine entsprechend hohe Deckenmontage lassen hier noch Raum zur Optimierung, nevertheless bin ich nach ein bisschen Rumexperimentieren schon “deeply impressed”.

Wird das die Immersion des kleinen Mannes?

Ein bisschen weiter gesurft findet man schon einige Leute die reichlich Schabernack mit dem Kinect Sensor treiben und auf diversen Plattformen Codefragmente zur Verfügung stellen, welche die trickreiche Technologie von Microsoft hier anderweitigem Nutzen zuführen sollen. Microsoft selbst scheint mit seinem Software Development Kit hier Vortrieb leisten zu wollen.

 

 

Die Technik ist so genial wie simpel. Die Überlagerung eines Infrarot und eines optischen Bildes, kombiniert mit einem definierten Infrarot Punkteraster das der Kinect Sensor in den  Raum sendet liefert eine recht gut analysierbare Silhouette die zur Gestensteuerung heran gezogen werden kann.

“Anyway, I’m deeply impressed” und habe mal wieder richtig Lust doch auch ein bisschen zu hacken. Das ist tatsächlich einmal Innovation aus dem Haus Microsoft – wenn nicht die eigentliche Erfindung – so doch das Downsizing wirklich hochwertige Technologie Haushalts-kompatibel zu machen. Die Ideen von Oblong dürften was die Gesten-Erkennung  angeht nicht grundsätzlich abweichen.

kyp. F.

 

Pimp More Alteisen – XW4400

Da ja meine Angetraute auch etwas mehr Spaß am PC haben möchte wird die XW4400 die mir 6 Jahre lang gute Dienste geleistet hat auch moderat gepimpt. Im Feminin-minimalistischen Ansatz war die Design vorgabe “so schnell dass es Spaß macht” aber “bloß kein Geld ausgeben”

Der Core 2Duo mit 2.4 GHz. ist nach wie vor Robust. Ein Freigewordener DVD Brenner ergänzt das vorhandene Laufwerk. Die vorhandene GT240 Nvidia ist noch ebenfalls noch ein Device mit dem man sich wohl fühlen kann.

Spannend wird es beim Thema Massen- und Speicher überhaupt. Die vorhandenen 2GB Memory wurden nach dem etwas mageren Ergebnis im Windows Leistungsindex um weitere 2GB ergänzt. Den wirklichen Kick bringt auch hier eine Samsung SSD840 mit 128 GB. Mit beiden Erweiterungen gelingt der Sprung über die 6er Marke im Windows Leistungsindex des neu Installierten Windows7 home Premium.

Jeder der sich mit dem Kauf eines neuen PC auseinandersetzt sollte sich erst einmal fragen ob einfach eine SSD als Systemplatte nicht reicht. Je nach Anwendungsfokus gibt ohnehin die Grafikkarte den Takt vor.

Primäres generelles Leistungskriterium ist der Speicherdurchsatz, der im ganzen System die Balance hält und zwar von der CPU über Hauptspeicher bis hin zur Festplatte (Auslagerungsdatei). Wenn man die Leistung durchgängig gleich hoch hält, bewegt man sich nahe am Maximum des im vorgegebenen Rahmen Möglichen. Zieht eine Komponente – zu wenig Hauptspeicher – eine langsame Platte – diese Balance nach unten kann man CPUs und Cores und andere Dinge aufrüsten so lange man will, es wird nicht den erhofften Effekt bringen.

Hardwarekosten für diese Runderneuerung betragen 130,-EUR und verschieben den nächsten PC-Kauf um mindestens zwei Jahre nach hinten.

kyp.F.

XW8400 reloaded

Hallo zusammen,

ich habe auch das eine Weile vor mir her geschoben, das Recycling einer XW8400. Die gab es für kleines Geld beim Broker und mit zwei Xeons und 8GB RAM, 19,2GB Speicher-Bandbreite eine doch beachtliche Rennmaschine. Die SAS Platte die mit kam ein wenig klein, DVD Rom ok, aber zu Hause vielleicht nicht das Mittel der Wahl. 6 Port SATA und 4 Port SAS RAID Controller an Bord.

Eine Weile lief die Kiste als ESXi Host und hatte schon eine 2TB Platte von WD spendiert bekommen. Jetzt stand auch die Runderneuerung des PCs meiner Angetrauten an und irgendwie roch das nach dem großen Rundumschlag.

Die Mods dato: eine GTX660 von Asus, Blueray RW Laufwerk und DVD RW Laufwerk – beide von Pioneer. Als Nachbrenner eine Samsung 840er SSD mit 128 GB. Dazu einen internen Icybox Card-Reader mit allem F*** und Feuerstein. Dann Neuinstallation mit Windows 7 Professional.

Alles in allem in den alten Hobel für ca. 450 EUR Teile nachgerüstet und ich muss sagen Hut ab. Respektable 13370 Punkte im 3DMark2006 ohne allzu viel Feintuning und das im Rahmen von Taschengeld-Budget. Windows 7 Performance Index 7,2. Ich hätte bei 7 Jahre altem Blech nicht mit ganz so viel Rums gerechnet. Dabei melden die CPUs zunächst dass sie noch um 1/3 runtergetaktet arbeiten.

Eventuell doch um die 3GHz Quadcore Pumpen bemühen, aber die scheinen noch in Gold aufgewogen zu werden.

Die Erste Runde Mass Effekt 3 mit allem möglichen Grafikschnickschnack aktiviert – den man sich bisher immer gerne verkniffen hat – war ein echtes Erlebnis.

kyp. F.

Angezockt: Plague Inc.

Was ein Kracher. Ich habe jetzt viele Runden Plague Inc. von Ndemic Creations auf sowohl Android 4.0.1 als auch iOS hinter mir und bin begeistert.

Die Story ist schnell erzählt. Man ist eine fiese Seuche deren Aufgabe darin besteht die Menschheit aus zu rotten. Dazu erhält man im Zuge des Spielfortschritts DNA Punkte die man auf die gewünschten Eigenschaften in drei Kategorien verteilen darf. Die Kategorien sind Fähigkeiten zur Verbreitung, Krankheitssymptome die verschieden infektiös und tödlich sind und Wiederstandsfähigkeit um all den Wehrversuchen der Menschheit zu trotzen.

 

 

Innerhalb dieser Mimik spielt man zusätzliche Eigenschaften frei und darf sich auch in verschiedenen Typen der Unbill üben, welche mit ihren spezifischen Eigenschaften immer wieder ein Umdenken erfordern. Ein Pilz benimmt sich nun mal anders denn ein Parasit oder ein Bakterium.

Dem Spiel sollen authentische Simulationsalgorithmen zu Grunde liegen und insofern ist der Aha Effekt schon hier und da enorm. Ich war immer wieder überrascht von Effekten und den verschiedensten Informationen welche die Verbindung zur realen Welt und schon einmal aufgetretenen Seuchen herstellen. Im ersten Schritt ist das Strategiespiel also auch ebenso lehrreich wie beängstigend. Auch oder gerade wegen der extremen Gegenmaßnahmen mit welchen sich die Menschheit im entsprechenden Schwierigkeitsgrad zur Wehr setzt … Erinnerungen an Outbreak werden wach und man stellt sich zwangsläufig die Frage wie weit die Regierungen gehen würden.

Ein günstiger und kurzweiliger mobiler Spielspaß für zwischendurch, sehr zu empfehlen. Mich persönlich begeistert das hohe Maß an Innovation und die Tatsache, dass ein solches Spiel noch nie auf dem Markt war – Zumindest mir nicht bekannt ist.

 

kyp. F.

Home NAS – Intel SS4200 aka. Scaleo Home Server 1900

Irgendwie steht heute doch immer wieder die Überlegung – Frage nach einem “Home Storage” im Raum. Der Einfachste Ansatz ist eine QNAP zu kaufen und einen Stapel Scheine auf den Tisch zu legen und gut ist.

Dafür bin ich dann aber im ersten Wurf zu geizig, auch wenn es zweifellos eine empfehlenswerte Variante wäre. Andere Storages sind nicht so viel billiger wie sie weniger können, da steht das Anspruchsdenken im Weg.

Was tun? Selber bauen ? Ohne das Rad neu zu erfinden ?

Vor einiger Zeit habe ich mir einen “Fuijtsu Scaleo Home Server 1900” auf ebay geschossen. Nackt, beziehungsweise nur mit dem Standard 512MB Speicherriegel, aber ohne Platten.  Da man diese ja ohnehin meist nachkaufen muss hat mich das nicht sonderlich gestört. Was man wissen darf ist, dass der Homeserver ein OEM Produkt von Intel ist, des “SS4200

Was fehlt ist ein DOM -Disk on Module – wie es eigentlich hätte anwesend sein sollen, da zumindest Intel im Standard ein EMC Betriebssystem (modifiziertes Linux) mit lieferte, an das verschiedene Backup Agenten anschlossen. Da meinen Recherchen nach weder bei Intel noch bei FSC die Platten default-mäßig mit dabei waren – das System ist “End of Sale” – muss ein DOM dagewesen sein. Einen anderen Flash Speicher konnte ich bisher nicht identifizieren. Auf Ebay finden sich schnell, wenn auch nicht super günstig DOMs in 4GB,8GB oder 16GB, in Industriequalität.

Platten hatte ich ohnehin vor in SATA – Serverqualität zu bestellen. An dieser Stelle hat Western Digital eine erfreuliche Neuerung mit den “WD red” ins spiel gebracht von welchen ich vier Stück a 2TB geordert habe.

Alles in allem komme ich so mit einem Invest von knapp 700,- EUR auf ein 8 bruttoTB NAS. Eine Größenordnung, wofür es anderenorts gerade einmal ein Gehäuse gibt.

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Pro: Die mechanische Verarbeitung der Box ist sehr gut. Mir gefällt vor allen Dingen die Mimik mit den beweglich aufgehängten Plattenrahmen, die den Zugriff Werkzeug-los bis auf Board und Netzteil erlauben. Das Board hat eine Low Voltage Celeron Basis und ist Intel Standard. Die Treiberthemen bei den möglichen Betriebssystemen und Installationsmöglichkeiten sind ohne großen Aufwand lösbar. Die Systemressourcen auch mit den 2GB Hauptspeicher erlauben eine variablere Nutzung. Die Verwendeten DOMs und WDreds versprechen eine sehr robuste lange Lebensdauer, welche zumindest eine Reparatur oder Systemwiederherstellung zu lässt.

Con: Ein Standard Intel Board braucht auch in Low Voltage etwas mehr Strom als derzeit am Markt befindliche NAS Systeme auf ARM oder Atom Basis. Beim 24×7 Betrieb erwarte ich hier einige Nachteile. Die Lüfter sind recht groß und leider auch laut.

Mitigation: Mit dem Betriebssystem auf dem DOM und Standard ACPI können sich die Platten effektiv schlafen legen. Wenn sich die Lärmentwicklung als störend erweist muss ich mal nach alternativen Leisetretern ausschau halten, bzw. die üblichen Lüfter-Geräusch-Reduktions-Tricks der Reihe nach ausprobieren.

Mein Fazit bis hierher, die Kosten und die Flexibilität wiegen die beiden akuten Nachteile mehr als auf.

Im Snapshot des Board sieht man ebenfalls den PCIx-1 Slot der für Diagnosezwecke mit an Board ist. Da ein vorbetanktes Speichermedium fehlt, eine Installation blind via USB-Stick oder USB-CDROM eher mühsam erscheint, bietet es sich an hier temporär eine Grafikkarte zu stecken. An den vier vorhandenen USB Buchsen kann man dann noch immer Maus und Tastatur anschliessen.

Als Betriebssystem bietet sich neben den typischen Verdächtigen FreeNAS, Openfiler oder Nexenta noch einiges mehr an. Letzteres reizt mich insbesondere durch die Verwendung von ZFS, was mir hinsichtlich Migration und Zuverlässigkeit wirklich sehr zusagt. Für 100% freie Varianten steht Open Indiana mit den Comstar Erweiterungen zur Verfügung.

Hier stellt sich jedoch die Frage nach der eigentlich gewünschten Verwendung und die geht mitlerweile über die reine Speicherbox hinaus. Eine zentrale Medienablage für unsere gesammelten Fotos und unsere gerippten Backups wäre sehr wünschenswert, zumal auch zunehmend smarte Androiden und nicht zuletzt eine XBox 360 hier den universellen Zugriff erlauben.

Auf der Open Source Schiene bietet sich das Open Media Vault an. Aber die XBox Anbindung bereitet mir hier Schmerzen. Irgendwie bin ich noch nicht auf das richtige Forum gestossen, das mir hier die Sorgen nimmt. Und so bleibt als letzte Line of Defense Windows Home Server 2011 mit einem Windows Media Center. Das funktioniert auf jeden Fall und ist auch vergleichsweise erschwinglich. Allerdings ist man dann wieder closed fest genagelt 🙁

Intel stellt erfreulicherweise noch immer ein Support Dokument für die Windows Home Server Installation zur Verfügung. Das covert zumindest die Installation vom 2008er Server. Die Treiberthemen sollten mit 2011 erledigt sein.

Fazit gibt es noch keins, ich werde die ein oder ander Variante in den nächsten Wochen durchprobieren, bevor ich der Kiste alle meine Daten anvertraue.

kyp. F.

p.s. Auch wenn die Basis schon eine Weile auf dem Buckel hat, erscheint sie mir auch nach gründlicher Betrachtung der Alternativen noch immer sehr interessant.

 

 

 

Stunde der Wintervögel

Aktuell läuft die Stunde der Wintervögel des NABU, quasi eine Volkszählung von wissenschaftlich scheinbar nicht so interessanten Vogel-Vorkommen im Siedlungsraum.

Meine Ausbeute dieses Jahr liegt ziemlich im Trend hinsichtlich Kohlmeisen und Sperlingen. Highlights waren, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, ein Rotkehlchen und mehrere Stieglitze, sowie ein Eichelhäher. Dafür haben sich heute dankenswerter Weise die Greifvögel und Elstern rar gemacht, die hier gerne mal für Wirbel unter den Singvögeln sorgen.

Erkenntnis des Tages, wir haben je mehr Grünfinken und Buchfinken im Garten als “Spatzen”. Unter den Sperlingen haben wir ausschliesslich Feldsperlinge, was auf Grund der Orts-Randlage jetzt nicht unerwartet ist, dass jedoch kein Haussperling dabei war hat auch sehr überrascht.

Die Erfahrung heute liegt doch deutlich über der letzten Jahres, bei der ein Schwarm Wachholderdrosseln unseren Garten besetzt behielt und quasi alle aderen Vögel sich versteckt hielten bis die Rabauken nach zwei Wochen abgezogen waren.

Alles in allem finde ich die Aktion ausgesprochen wertvoll, da hier Informationen erhoben werden die einen aktiven Artenschutz stark unterstützen können und die in einschlägigen wissenschaftlichen Kreisen zumindest in Deutschland nicht im Fokus stehen. Vielleicht findet der ewige Streit, ob oder ob nicht zufüttern ein Ende. Im vereinigten Königreich ist man da erheblich weiter.

Natürlich will man als Umwelt-bewußt agierender Mitbürger die Piepmätze nicht mit übertriebener Fürsorge umbringen und die ökologischen Gleichgewichte verschieben. Auf der anderen Seite ist Büsche anpflanzen nicht die einzige Alternative und zumindest für meinen Garten kann ich nachvollziehen, dass Füttern die Tiere über den Winter bringt und sich die Bestände erholen. Darwin würde ich gelten lassen, wenn wir Menschen nicht auch auf der Negativseite durch Einschleppen von Viren und anderen schädlichen Einflüssen den Arten schwer zusetzen würden, wie das hiesige Amselsterben durch eingeschleppte Viren sehr schaurig belegt.

Ich wünsche mir in Zukunft viele Mitbeobachter.

k.y.p. F.

Urheberrechtsblüten

Irische Zeitungsverleger wollen nun Gebühren für “deep Links” Also Links direkt auf einen Artikel ihres Publikats, wie das Dubliner Anwaltsbüro McGarr im Interesse eines gemmeinnützigen Clienten reklamierte.

Nicht dass die Herrschaften durch vernünftigen Webseitenbau und klassische Internetmöglichkeiten ihre Deckungsbeiträge erwirtschaften wollen und sollen, nein es soll auch noch jeder der ihnen dabei hilft zur Kasse gebeten werden. Ist den Verlegern klar, dass sie damit die Möglichkeiten eines Hypertextbasierten Weltumspannenden Mediums ad absurdum führen, da genau diese Links bei jedem nicht kommerziellen Publisher ausbleiben werden ?

Wahlweise ist das ein direkter Angriff auf die Pressefreiheit, schlimmer noch, die Demokratie, denn denkt man diesen Ansatz konksequenter Weise zu Ende ist ja nicht derjenige der eine Neuigkeit niederschreibt der Urheber der Neuigkeit sondern die Neuigkeit selbst … Also werden Urheberrechtsgebühren für meine Pressemitteilung, meinen Verkehrsunfall,mein Gerichtsverfahren … was auch immer ich im realen Leben anstellen mag fällig, von jenen die darüber im Interesse der Demokratie und Pressefreiheit berichten wollen. Pressefreiheit ist ungleich Gebührenfreiheit.

Ob die im Straucheln befindlichen klassischen Medien sich mit solchen Denkweisen einen Gefallen tun oder sich nicht auch noch ihrer Demokratischen Aufgabe entmannen, sei einstweilen dahin gestellt.

k.y.p. F.

Angezockt: Spec Ops The Line

Eine der aktuellen Popart Ikonen auf der Konsole ist “Spec Ops The Line“, das dieses Jahr den Deutschen Entwicklerpreis abgeräumt hat, neben noch einigen anderen. Kaum zu glauben. Ein Shooter, man traut sich diesen Preis zu krönen.

Technisch setzt der Zock auf die bewährte Unreal Engine auf und kann damit auf gängigen Konsolen und PCs punkten.

Wirklich preisverdächtig ist allerdings der Plott und das Setting. In einem durch Sandstürme verheerten Dubai wähnt man sich auf Rettungsmission und natürlich ist man der Gute. Ich bin noch ein Stück vom Ende entfernt und irgendwie ist dieses Bild schon im Eimer. Wer sind die guten und wer die Bösen.

Ich habe mich hier vorab etwas von der Press Coverage lenken lassen und dachte “nunja, so spooky wird es schon nicht sein.” Von wegen. Insgesamt sind die Handlungsstränge so dicht, dass man wirklich hineingesaugt wird und man sieht sich mit der Frage konfrontiert ob man eben nicht doch das Monster ist … Dabei war eben noch alles ganz klar, in Sachen gut und böse, schwarz und weiss.

Abgesehen von der irren Atmosphäre ist das Gameplay solide und die Steuerung folgt etablierten Standards. Man findet sich schnell im Spiel zurecht. Die Waffen mit ihren Sekundäreffekten bieten einige erfreuliche Überraschungen.

Fazit: Sehr empfehlenswert ! Riesen Spaß !

Gadget: XBOX 360

Die lange überfällige Ablösung der PS2 hat statt gefunden. Nicht dass sie eingemottet wäre aber irgendwie war es an der Zeit. Zu Weihnachten gab es eine XBOX 369 und nach ein paar Tagen hier mal die Themen die mich rund um die Box beschäftigen.

Zum Einen zog natürlich das Thema Medien-PC. Als tendenziell fernsehfreier Haushalt mit Beamer, der ab dem 1.1. ohnehin vollen Beitrag zahlt – aber eben auch langsam so viele diegitale Konserven angesammelt hat, dass deren Sichtung auch im Wohnbereich Freude macht.

Zum Anderen aber auch die Tatsache dass diverse Games mittlerweile zu Ikonen der Popkultur avancieren unter anderem Halo, das ich ausgesprochen ansprechend finde. Nunja, die Dialoge der Alianz vielleicht nicht, aber lassen wir das an dieser Stelle. Die Limited Edition zu Halo4 bot sich vor diesem Hintergrund an, zumal aus dem Mediengrund ohnehin an eine Festplatte gedacht wurde, wir typischerweise auch schon mal zu viert spielen und mehrere controller brauchen … und nicht zuletzt Halo4 ohnehin auf der Wunschliste Stand.

Das Headset hat man sich dagegen schenken können.

Neben dem Package gab es gleich noch Fernbedienung, WLAN 802.11n und die Familien Mitgliedschaft im XBOX-Live Network. Die Zappe und die Clubmitgliedschaft sind dann doch zwingend, wenn man die Box für mehr als nur das Spielen verwenden möchte. Apps gibt es nur auf diesem Wege und YouTube, Zattoo usw. sind anders nicht zu kriegen. Auch das Profiling für verschiedene User ist mit Abo sinnvoll zu gestalten.

Tatsächlich finde ich die 87,-EUR p.a. den Wehrmutstropfen im Betriebskonzept als Medienterminal. Andererseits ist die Hardware ziemlich sicher subventioniert und wird darüber genauso gegenfinanziert wie ein Handy. Sei es drum.

Damit das Familienkonzept auch funktioniert noch schnell einen eMail-Verteiler eingerichtet, der unter dem Namen der Box Post entgegen nimmt und an alle Familienmitglieder verteilt – bzw. in einem vorgefertigten Verlies parkt. Ansonsten ist das Thema Accoutn und Kontakt – Passwortreset usw. für eine Familienkonsole wieder sehr personengebunden und das wäre schade.

Die Netzwerkintegration mittels WLAN war dagegen ein Kinderspiel. Scannen, 802.11n ist ja breit genug aufgestellt und findet dann auch alles was es gibt, Key eintragen und los gehts. Ratzfatz trudeln die ersten Updates ein. Die Medienanbindung mit den einschlägigen PC-Datensammlungen funktioniert nicht so ohne Weiteres und setzt einen Windows Home Media Server voraus. Schade eigentlich … aber ich werde das sicher auch bald einmal ausprobieren wollen.

Ohne diese Updates kommt tatsächlich kein Spiel mehr aus. Alleine aus diesem Grund empfielt sich mehr als die Standard 4GB Flash Memory vor zu halten und eine Box mit Platte zu haben. Mir hat alleine die PS2 ohne Platte schon kein Spaß mehr gemacht und ich habe die Klimmzüge zur Plattenintegration alle in Kauf genommen.

Fazit: Die Idee ging voll auf und die Weihnachtsfeiertage wurden schon intensiv zur Erprobung genutzt. Das Gadget ist Entertainmentmäßig ganz gnaz vorne mit dabei und ersetzt (den nicht vorhandenen) Tuner und DVD Player mal vom Fleck weg. Wenn der HDMI Bypass noch an einem kleinen TFT hängt ersetzt die Box auch noch den CD Player und hilft damit richtig aufräumen.