(Non-)Guides Ardeche

Mal was in eigener Sache: Reiseführer zum Thema Ardeche – Ich habe ja jahrelang geglaubt, ich wäre nur zu blöde diese zu finden und für eine so touristisch erschlossene Region müsste es doch etwas Hochwertiges in deutscher Sprache geben.

Dieses Jahr haben wir unser Leid der ein oder anderen Urlaubsbekanntschaft und “Gott sei’s getrommelt”, uns geht es nicht alleine so. Wie kann das sein?

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Linuxhotel – Meeting 2013

Alle Jahre wieder treffen sich ja ein paar befreundete Linuxtagveteranen aus den späten 90ern zum gemeinsamen Basteln und Gedankenaustausch. Dieses Jahr haben wir einmal wieder das Linuxhotel gebeten uns zu beherbergen.

Jeder bringt ja so seine Lieblingsprojekte mit und ich habe mir überlegt mich mit Raspberry PI und XBMC zu beschäftigen. Tut ja tatsächlich ausgesprochen gut 😉

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Ein Higlight das mich bei Nils echt begeistert ist der Nao von Aldebaran Robotics. Wie klasse. Scheint nicht ohne Grund eine präferierte Plattform beim Robocup in der Humanoid League zu sein.

Mit meiner Biokybernetischen Restbildung aus Studientagen hab ich mich dem Knaben natürlich recht sportiv genähert – und als er dann von sich aus aufstand und nach vollbrachter Präsentation wieder hin setzte … da war ich dann doch mal ausgesprochen platt. Völlig unfassbar platt.

 

Ein sehr sehenswertes Video zum Nao 😉

Kyp. F.

Babylon 5 – 20th anniversary

Kaum zu glauben. Babylon 5 wird 20 Jahre alt.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, während dem Studium mit meinen Freunden die Folgen verschlungen zu haben. Die kommende Woche war nicht zu erwarten. Und erst die Ungewissheit ob Pro7 sich doch dazu durchringen kann, die nächste Staffel des nicht eben Mainstream Stoffes auszustrahlen. Als wäre es gestern und wir haben mit unseren Helden die ganzen 5 Jahre durchlitten.

Erst unlängst habe ich mit meiner besseren Hälfte noch einmal alle Staffeln und auch die Filme durchgespult und noch immer finde ich, dass es epischer Stoff ist – ganz zu schweigen von den technischen Möglichkeiten Mitte der 90er, die mir auch heute noch Respekt abverlangen.

Gestern war der entsprechende Festakt und die “alte Mannschaft” hat sich anlässlich der Feierlichkeiten getroffen. Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen wie bewegend das gewesen sein muss, insbesondere da anlässlich dieser Veranstaltung nicht nur die üblichen Lobreden gehalten, sondern auch dieser äußerst traurige Nachruf vorgestellt wurde, den ich hier unbedingt teilen, euch nicht vorenthalten möchte.

Mit fällt unweigerlich Billy Joel ein: “Only the good die young”. Meine Gedanken sind bei all jenen, die nicht mehr sind. Sie haben mir viel Freude bereitet.

Für die anwesenden Akteure muss es unglaublich intensiv gewesen sein und ich vermute nicht nur Claudia Christian muss mit ihren Gefühlen irgendwie klar kommen. Dankenswerter Weise teilt sie einige der Eindrücke auf ihrem Facebookprofil.

kyp. f.

Frühling bricht an² der Alten Schule.

Wie im vorletzten Posting versprochen doch noch ein paar Bilder. Sonne und Regen wechseln sich ab und die Biomasse rennt los, dass es eine wahre Freude ist.

Mit den Entrümpelungen um die nicht so pfleglich angewachsenen Obstbäume gab der Strauchschnitt- Sammelplatz einen formidablen Ästeberg, so dass ich mir endlich einen Ruck gegeben und einen Häcksler angeschafft habe. Zwei Abendschichten und die Hälfte ist weg- gehäckselt. Das ist eine doch erheblich günstigere Erfolgsbilanz, als die Versuche mit dem alten und gebrauchten Werkzeug, das wir hier der Reihe nach durch probiert haben. Im günstigsten Fall hat es die Äste nicht gehäckselt, im ungünstigsten in einer Rauchwolke den Aggregatzustand von Gartengerät in Elektroschrott geändert.

Gut, viel mehr geht mit “nur” 220V Anschluss kaum, 400V kriege ich nicht zu vertretbaren Kosten in den Garten und die leistungsstarken Geräte mit Verbrennungsmotor überlasse ich dann doch den Profis – die müssen glaube ich Tag und Nacht laufen, damit die sich amortisieren.

Nichts desto trotz grünt und blüht es überall.

Highlights 2013

Highlights 2013

Eine besondere Freude ist tatsächlich der Bärlauch, den wir vor 18 Monaten gesetzt haben und der sich zu etablieren scheint. Standort: gut 😉 da ist viel Platz drumherum und wir geben uns Mühe, dass sich der auch hält 😉

Eine andere ganz besondere Freude ist dass wir eine ganze Reihe von Schlüsselblumen haben.

schluesselblume

Schlüsselblumen

AFAIK, ist sie noch immer auf der Liste der bedrohten Arten und insofern freut es mich ganz besonders, sie an vielen Stellen auf dem Grundstück zu finden. Bisschen lästig, der Fakt, dass ich beim Rasenmähen einen Bogen um sie mache, bis sie verblüht sind, aber ich bilde mir ein, dass sie sich, seit ich das mache auch reichlich erholt und vermehrt haben. Blühen ja nicht so lange 😉

spring02-banner-2013Last but not least die versprochenen Bilder von der Pflanzaktion rund um den Umwelttag in Reich.

So wie sich das anlässt, laufen unsere Bemühungen dieses mal etwas Erfolg- versprechender. Auch wenn es schon etwas spät in der Saison war, so haben sich die Tipps von unserem Förster scheinbar gelohnt und die Aussage dass es noch gerade so passen müsste, scheint sich auch zu bestätigen. Die Mirabelle und die Birnen treiben schon was das Zeug hält und das nach nur einer Woche. Der Apfel hält sich noch etwas zurück, aber so wie ich die Sache sehe, scheinen seine Knospen sich zumindest zu strecken.

Nächste Woche sind wir schlauer.

Kyp.F.

 

Umwelttag Reich

Gestern war Umwelttag hier in Reich.

Anderenorts gerne auch mal Müllsammelaktion oder Wald-Reinigung genannt.

Wir – Alle die sich berufen fühlten – trafen sich um 10:00 am Gemeindehaus um in drei oder vier großen Runden um das Dorf, die Landstraße, sowie Feld und Wald-Wege ab zu laufen – fahren und allen augenfälligen Unrat ein zu sammeln.

Die Beteiligung war ok und ich war baff Erstaunt, dass in doch wenig mehr als 1.5 Stunden die Gemarkung erstmal “geputzt” war. Ich beteilige mich an solchen Aktionen seit mehr als 30 Jahren – und kann mich nicht erinnern, dass es jemals so schnell gegangen wäre. Die Menge eingesammelten Mülls war nicht übermäßig groß – wirft jedoch kein gutes Licht auf Raucher und Menschen die bei McDonalds essen. Ich Frage mich wirklich, wenn man schon zum Drive In fahren kann, wieso man es dann nicht lange genug mit seiner Mülltüte aushält um beim nächsten Mülleimer das Zeug zu entsorgen.

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Tourtipp: Mont Royal

Das  Frühjahr Kündigt sich an und damit kommt der Drang endlich an der frischen Luft den Wintermuff abzuschütteln. Dazu bietet sich unter anderem eine Tour zum Mont Royal an, einer Festungsruine aus der Zeit Napoleaons unweit von Traben Trarbach. von der Moselbrücke an einfach den Schildern folgen – auf dem Plateau innerhalb der Moselschleife findet sich dann nach wenigen Kilometern das ehemalige Festungsgelände.

Das Projekt des legendären Festungsbauers Vauban wurde zwar nie vollständig fertig gestellt, hatte aber enorme Ausmaße und innerhalb des Komplexes liegen heute unter anderem ein Gewerbegebiet, der Sportflugplatz und ein Kletterpark.

Festungsruinen

Festungsruinen

Der Wald auf dem Plateau verbirgt jedoch eine ganze Reihe Überraschungen und ist mit einigen Wanderwegen und Pfaden erschlossen. Zwei Wanderparkplätze laden dazu ein die ehemalige Festung zu erkunden und allenthalben finden sich Schilder, welche den jeweiligen Ruinenteil erläutern und das Festungs-Konzept Vaubans erläutern.

Alles in allem hat man auf dem Plateau eine Ausdehnung von 2 Kilometern ohne all zu viel Höhe gut machen zu müssen so dass ausgedehnte Spaziergänge dem Erkundungsdrang reichlich Freiraum bieten.

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Für Kinder ein Paradies zum durchforsten der Trümmer. An einigen Stellen sind recht hohe Mauern im Gelände die leidlich gesichert sind.

Insgesamt hat die Festung beeindruckende Ausmaße und war hervorragend gesichert. Die Flanken ruhen auf steil zur Mosel hin abfallenden hängen und auch innerhalb der Mosel-Schleife war die Anlage hervorragend gesichert und mit den vorgelagerten Winterlagern und Handels- sowie Handwerks- Betrieben nicht zu überrennen. Die Achillesferse, der Zugang zu den höher gelegenen Wegen zur Eifel- Seite hin ist in drei Hornwerken – engen, Zwinger-artigen Bollwerken – gesichert.

Die 20 Meter weiten und bis zu 30 Meter hohen Festungsmauern tun ihr übriges, den Besucher zu beeindrucken und ich finde in den besser erhaltenen Teilen noch heute die Verarbeitung und das Gefüge des gesetzten Schiefers ausgesprochen beeindruckend.

Kletterpark

Sollte man sich noch sportlich verausgaben wollen bietet sich dann der abschließende Besuch im Hochseilgarten “Adventure Forest” an. Ein wirklich gut erschlossener und schön strukturierter Kletterpark auch mit Einsteiger-Parcours die auch den Kleinen eine tolles Erlebnis garantieren – Nicht eben üblich in solchen Einrichtungen.

An der Kasse des Parks befindet sich ebenfalls die Gelegenheit ein bisschen ein zu kehren und wenn man nicht selbst klettern möchte, den Kletterern bei einer heißen Tasse Kaffee zuzuschauen.


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Energiewende

Eingedenk der Tatsache, dass dies hier und heute nur ein Anriss sein kann:

Die Energiewende erfreut sich im politischen Diskurs ja gesteigerter Beliebtheit, dient sie doch hervorragend dazu Weitsicht, Umweltbewusstsein und verantwortlichen Umgang mit unserem Generationen-Erbe zu dokumentieren.

Was bedeutet das?

Im großen politischen Maßstab will ich mir dazu hier gar keine Meinung erlauben. Jedoch bin ich, wenn man einschlägige Recherchen im Internet her nimmt einer derjenigen die ziemlich direkt betroffen sind, gilt doch der Rhein-Hunsrück-Kreis in welchem mein Lebensmittelpunkt liegt, als drastischstes Beispiel der Verspargelung unserer Welt jenseits der Nordseeküste. Der Wind Park Kirchberg mit 53 MW Installierter Maximalleistung liegt vis a vis und gilt als größter seiner Art zwischen Alpenkamm und Waterkant. So weit so gut.

Nachdem die Landesregierung beschlossen hat Windenergie nur noch dort zu fördern, ja zu erlauben, wo ein wirtschaftlich vertretbarer Windertrag zu erwarten ist – 6 m/s im Jahresmittel auf 80 Meter Nabenhöhe ist die Referenz des Bundesverbandes Windenergie und darauf sind auch Windertragskarten des deutschen Wetterdienstes gerechnet – liegt der Hunsrück mittlerweile ganz vorne. Tatsächlich spricht die Windertragskarte des DWD Bände und es gibt wenige Landschaften in Deutschland die sich in gleicher Weise zur Windenergie-Erzeugung eignen.

Das Resultat sind ca. 400 genehmigungsfähige Standorte für große Windräder in unserem Landkreis. Deren Nennleistung bewegt sich zwischen 2,5 und 7,5 Megawatt. Nimmt man im Schnitt 300 MW an gibt das 1,2 GW im Peak, durchaus die Leistung eines zeitgemäßen Reaktorblocks. Eine Anbindung der Kapazität rechnet sich also genau so gut oder schlecht wie diejenige eines AKW?

So viel zu den Zahlen.

Was bedeutet das? Es bedeutet dass sich auf fast jeder Hügelkuppe eine Hand voll Rotoren drehen. Hinter meinem Haus 3 nach dem letzten Umbau, vor meinem Haus 23, und so geht es weiter von Gemeinde zu Gemeinde. Die Kreisverwaltung hat die Bundestrasse B50 jenseits Ellern als Demarkationslinie definiert um der Region den Charakterstiftenden Soonwald als natürliches Refugium zu erhalten und auch nicht jeden Quadratmeter mit den Spargeln zu zu pflastern. Es ist die Rede von Naturlandschaften, dem noch immer möglichen Plan einen Nationalpark einzurichten und vielem mehr.

Man kann Windräder schön finden oder hässlich, eine Naturlandschaft ist der Hunsrück nicht mehr seit die Römer die Axt angelegt haben. Es ist sicher ein ländlicher geprägter Raum mit entsprechenden Biotopen und auch vielen Rückzugsmöglichkeiten für gestresste Zeitgenossen. Zerstöre ich also eine Naturlandschaft ? Nein ! Dagegen habe ich klare Grenzen für den Ausbau definiert … Ich der Landkreis … und ich als Person finde diese akzeptabel und gut. Ich schaue lieber auf sich langsam drehende Rotoren als auf die Dampfsäule eines AKW. Die Lärmbelastung die viele Menschen anführen kann ich nicht nach vollziehen und das obwohl mein Schlafzimmerfenster keine 400 Meter Luftlinie vom nächstgelegenen Propeller entfernt ist. Große Windanlagen stehen ohnehin nicht ganz nahe an Ortschaften. Lauter sind kleinere Anlagen, die jedoch hier nicht vorkommen. Wer anderes behauptet, dem empfehle ich einen Besuch an der Nordseeküste.

Speziell dies ist ein Beispiel, wie undifferenziert Argumente in der dann doch aufkeimenden Diskussion übernommen werden.

Das die Veränderung der Landschaft reversibel ist, zeigt der Rückbau der ersten in die Jahre gekommene Windräder der ersten Generation. Das kann weder Braunkohle noch ein AKW von sich behaupten. Vielleicht sollte man die Kosten welche Asse produziert ehrlicherweise in den Atomstrom ein rechnen und auch Rückstellung für eine tragfähige zukünftige Entsorgung der strahlenden Altlasten. Solange dies aus Steuergeldern gestemmt wird, ist diese Diskussion doch verschleiert.

Spannender wird die Betrachtung der Konsequenzen in zweiter Linie. Der Hunsrück war und ist eine der strukturschwächsten Regionen in Deutschland. Diese Bewertung behielt ihren Bestand auch lange nach der Wiedervereinigung, da viele amerikanische Stützpunkte im Zuge der Abrüstung ihre Pforten schlossen und Wirtschaftskraft entzogen. Eine Kompensation kam lange nur mäßig bis gar nicht in Gang. Die Ortskerne der kleinen Gemeinden verwaisten, junge, gut ausgebildete Fachkräfte zogen zunehmend aus der Region ab. Die Kassen waren bestenfalls leer.

Mit dem Ausbau der Windenergie fließen jetzt nach Hochrechnungen der Rhein-Zeitung geschätzte 8.5 Mio EUR jährlich an Pacht und Steuern in die Region. Jetzt wird es spannend. Kleine vom Verfall geprägte Dörfer können ihre Infrastruktur reparieren, ausgeglichene Haushalte erreichen, wieder Lebenswert werden und die Landflucht bremsen. Kindergartenplätze werden genauso möglich wie spezifische Sozialleistungen für alte Menschen, die das ländliche Leben mit sich bringt. Windenergie rettet diese Landschaft vor Ruin und Zerfall.

Um die ungleiche Verteilung der Mittel aus dem Kapitalzufluss und der Entscheidung den Naturraum Soonwald im Interesse von Landschaftsschutz und Tourismus unangetastet zu lassen wurde zwischen den Gemeinden im Landkreis ein Solidarvertrag ausgehandelt der eine Umlage aus den Gemeinden mit Windrädern auf die Gemeinden ohne Windräder ermöglicht. Man hatte das Gespenst Neid erkannt und wirksam adressiert.

32 Gemeinden mit Windrädern haben sich auf einen Vertrag geeinigt. 31 haben unterschrieben. 1 Gemeinde kommt jetzt darauf, auch wenn sie laut Äußerungen ihres Bürgermeisters auf Einschlägigen Veranstaltungen schon nicht mehr wissen wohin mit dem Geld, den mit ausgehandelten Vertrag nicht unterzeichnen zu wollen.

Was ist Solidarität wert, wenn nur die Schwachen solidarisch sind und die Stärksten schon wieder ausscheren wollen?

Grundsätzlich ist es doch eine gute Sache, wenn eine Region ihren Bestand und ihr Auskommen mit ökologisch verträglichen Mitteln sichern kann. Ich habe noch keinen Menschen kennen gelernt der auf die Anforderungen der Energie-Wende mit konsequentem Verzicht reagiert hat. Selbst Schwermetall- belastete Energiespaarlampen muss man mit fragwürdigen Gesetzen forcieren. Solange der Bedarf existiert wird auch eine Industrie gewinnorientiert Lösungen schaffen.

Windenergie erlaubt dem Gemeinwesen in bisher unbekanntem Maßstab an dieser Wertschöpfung zu partizipieren. Jeder der mit Egoismus, Neid, Geiz, Missgunst und dem festhalten an Menschen- verachtenden Energie-Monopolen dieser Entwicklung entgegen wirkt, sollte sich die Frage stellen, ob er in dieser Gesellschaft gut aufgehoben ist.

 

Ich persönlich habe beschlossen mich über den Anblick der Windräder zu freuen, statt ihn nur zu ertragen, sie sind die Zukunft der nächsten Generation – nicht nur der in diesen vier Wänden.

 

kyp. F.

 

Angezockt: Crysis 3

Drei’nhalb Stunden drin in Crysis 3. Shooter der Extraklasse. Hat bei Weitem nicht mehr so viel mit der realen Welt zu tun, als dass man sich hier irgendeine verwaschene Kritik an den Haaren herbei ziehen müsste.

Die Hardware-Modifikationen der letzten Tage waren ein Glückstreffer. Ohne hätte ich vermutlich nicht antreten brauchen. So zockt es sich mit 1600×1200 erklecklich flüssig ohne irgendwelche Features grundlegend deaktivieren zu müssen. Der LOD ist auch auf große Entfernung beachtlich und erfreulich fein detailliert. Hin und wieder merke ich mit meiner Ausstattung einen kleinen Ruckeler … Da wären dann ein paar mehr Gigahertz vermutlich kein Schaden und auch Menschen die 400 und mehr Euro für aktuelle Grafikhardware ausgeben, können hier noch einmal etwas nachlegen.

Aber zum Spiel: Ganz subjektiv hatte ich bisher bei Crysis eigentlich immer irgendwelche Einstiegsprobleme. In die Steuerung, die Handlung, das Setting … und daraus wurde dann innerhalb von zwei Stunden eine gewisse Frustrations-Bugwelle die immer dazu geführt hat, dass Crysis weder durchgespielt noch neu angegangen wurde. Letztenendes hat für meine Verhältnisse die viel beschworene Balance immer einen Knick.

Das ist diesmal ganz anders. Der Einstieg in die Story ist packend. Mit Psycho trifft man einen alten Bekannten, der etwas angeschlagen scheint, aber einem auch toll in die “neue Welt” einführt. Er ist auch derjenige der einem in der Hunter Edition dann gleich das neue Spielzeug, den Predator Bow, überreicht. Sobald man ein paar Blocks gelaufen ist offenbart sich die neue Spielwelt, eine Art post-apokalyptisches New York das von einer Mega-Company im Würgegriff gehalten wird. Shadowrun meets Resident Evil. Ich will gar nicht spoilen, aber die Spielwelt in ihrer faszinierenden Ausgestaltung und Detail-Tiefe saugt einen förmlich in sich hinein und man ist gefangen. Wenn ein Sektor befriedet ist, bummele ich gerne noch einmal durch die entlegenen Ecken nur um mir die Gegend anzusehen oder auch die Aussicht zu genießen.

Die Story entwickelt sich zügig und nicht ohne Knalleffekte. Auch wenn man grundsätzlich beim Prinzip Shooter Ablauf-mäßig keine Quantensprünge erwarten darf, sind die verschiedenen Szenarien schon mit einer fast psychotischen Liebe zum Detail arrangiert.

Im Spielverlauf selbst findet man recht zügig eine Reihe von Werkzeugen, die es einem erlauben die persönlichen Favoriten auszuloten. Auch hier macht der Variantenreichtum reichlich Freude, erlaubt ein bisschen zu Experimentieren und ohne allzu tief in die Glaskugel sehen zu wollen, findet hier jeder relative zügig seine individuell bevorzugte Austattung. Die Auswahl an Langwaffen scheint mir umfangreicher, als an Kurzwaffen, wobei ich persönlich auf letztere sogar gerne verzichte.

Der Knaller schlechthin ist ohnehin der Komposit-Bogen mit einer Auswahl an normalen, elektrisch geladenen oder verschieden explosiven Pfeilen. Die Möglichkeit lautlos und unerkannt zuerst einmal die Opposition auf ein erträgliches Maß zu dezimieren, bevor man sich in allzu große Gefahr begibt, hat doch auch erhebliche Momente und gibt der eher Sniper- taktischen Vorgehensweise eine neue Nuance. Darauf habe ich schon immer gewartet 😉

Alles in Allem, ein spektakulärer Neuzugang: Sehr empfehlenswert.